Vor dem Roten Rathaus wurde es laut und bunt. „Her mit den Wohnungen! Runter mit den Mieten!“ Unter diesem Motto stand die große Demonstration des Bündnisses gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn, an der am Sonnabend mehrere tausend Menschen kamen. Zubringer-Demos führten nach Mitte zur Auftaktkundgebung. Doch die Zahl der Teilnehmer war geringer als erwartet.
Auf Transparenten wurde gefordert, große Wohnungsbauunternehmen zu enteignen. „Wir haben Eure Mietabzocke satt“, hieß es. Der Berliner Mieterverein und die Berliner Mietergemeinschaft waren ebenso präsent wie lokale Gruppen wie „Pankow gegen Verdrängung“, von der Weberwiese oder aus der Siedlung am Steinberg in Tegel.
Rednerinnen und Redner forderten bezahlbare Wohnungen in Berlin oder riefen zum Mietstreik auf. Eigenbedarfskündigungen sollten verboten werden. Zwischendurch wurde gesungen. Beispiele aus dem Text: „Die Häuser den Menschen, die darin wohnen. Wohnen ist ein Menschenrecht. Häuser besitzen darf sich nicht mehr lohnen.“
Der Termin für die nächste Mieterdemo steht schon fest
Die Politik hat versagt, hieß es. „Sie hat das Treiben der Konzerne und Vermieter:innen seit Jahrzehnten aktiv unterstützt, und wir müssen es ausbaden“, heißt es im Demo-Aufruf. „Der Ärger und die Wut müssen raus, alleine ist das nicht auszuhalten.“









