Die Mietenbewegung trommelt für eine Großdemo am Samstag. Wibke Werner vom Berliner Mieterverein erklärt, warum Wohnungen in gemeinwohlorientierte Hände gehören.
2019 kamen 40.000 Menschen zur Demo gegen Mietenwahnsinn. Lockt das Thema 2026 ähnlich viele Menschen auf die Straßen?
Dagmar Schwelle/laif
taz: Frau Werner, um die Lage der Berliner Mieter:innen zu beschreiben, hat die Mietenbewegung vor vielen Jahren den Begriff „Mietenwahnsinn“ geprägt. Am Samstag findet wieder die Großdemonstration unter dem gleichnamigen Titel statt. Wird sie das Comeback der Mietenbewegung?
Wibke Werner: Ich kann es mir gut vorstellen. Das Thema drängt bei vielen Menschen so sehr. Die Berliner:innen wollen sich das alles nicht mehr bieten lassen und ihre Unzufriedenheit auf die Straße tragen. Ein großer Unterschied zu vor 10, 15 Jahren ist auch, dass viele Initiativen inzwischen richtig gut organisiert sind. Man ist vernetzt, tauscht Infos aus. Meine Prognose ist: Es wird voll.









