Wer vom nördlichen Schöneberg nach Lichtenrade fährt, durchquert einen Bezirk, der sich nur schwer auf einen gemeinsamen Nenner bringen lässt. Im Norden dicht bebaute Gründerzeitviertel und Großstadtverkehr, weiter südlich Kleingärten, Einfamilienhäuser und ruhigere Straßen. Dazwischen liegt Tempelhof mit dem ehemaligen Flughafen und einer Freifläche, um die Berlin seit Jahren streitet.
Am Tag der Sonnenfinsternis Mitte August flanieren Menschenmassen über das (noch) unbebaute Tempelhofer Feld.
© dts Nachrichtenagentur/imago
Rund 358.000 Menschen waren Ende Juni 2026 in Tempelhof-Schöneberg gemeldet. Auch politisch liegen hier unterschiedliche Berliner Milieus nah beieinander: Bei der Abgeordnetenhauswahl 2023 gewannen Grüne und SPD die drei nördlichen Wahlkreise, die CDU sämtliche vier Wahlkreise von Tempelhof südwärts.
Am 20. September wählt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus. Die Berliner Zeitung will wissen, was die Menschen kurz vor der Wahl beschäftigt. Was funktioniert in der Stadt, was nicht, und was erwarten sie von der nächsten Regierung? Und, weil es fast schon zum Kiez gehört: Wie stehen sie zum Tempelhofer Feld – bebauen oder nicht bebauen?







