Die Afrikanische Union beklagt schon länger, ihr Kontinent werde auf Weltkarten nicht realistisch dargestellt. Nun nimmt die UN-Vollversammlung eine Resolution an, nach der sich das ändern soll.
Nach der Resolution der UN-Vollversammlung muss man Karten wohl noch mal neu zuschneiden
Jan Woitas/dpa
dpa | Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat dafür gestimmt, die traditionelle Weltkarte durch eine neue Version zu ersetzen, die die Größe Afrikas präziser darstellt. Für die von Togo eingebrachte und von Mitgliedern der Afrikanischen Union unterstützte Resolution „Correct the map“ votierten 164 Staaten, 6 Länder enthielten sich, die USA stimmten als einzige Nation dagegen. Das Abstimmungsergebnis ist nicht bindend, soll aber weltweit zu Änderungen an Karten führen.
Die bis heute international am häufigsten verwendete Weltkarte beruht auf der sogenannten Mercator-Projektion. Diese wurde laut Bundesamt für Kartografie und Geodäsie (BKG) im Jahr 1569 von dem Kartografen Gerardus Mercator für die Seefahrt entwickelt. Damals wusste man, dass sie die Größe der Länder nicht flächentreu darstellt, sondern verzerrt. In manchen Entwürfen erscheint Grönland beispielsweise so groß wie der gesamte Kontinent Afrika. Betrachtet man hingegen einen Globus, fällt auf: Afrika ist um ein Vielfaches größer – die Fläche des Kontinents ist demnach fast 14-mal so groß wie die von Grönland.











