Angesichts von Angriffen auf das Stromnetz in Deutschland hat der Chef des Netzbetreibers Amprion, Christoph Müller, die Lockerung mehrerer Vorschriften gefordert, damit Unternehmen sich besser schützen können. So sollte der Bund Drohnenüberflüge erlauben – „Drohnen sind eine Chance, die wir derzeit nur in sehr speziellen Fällen nutzen dürfen“, sagte Müller der „Rheinischen Post“ vom Samstag. Drohnen könnten regelmäßig Leitungen abfliegen und überwachen – „das dürfen wir bislang nicht“.Bund und Länder müssten zudem die Videoüberwachung um Anlagen herum erlauben, forderte der Amprion-Chef. Bislang dürften die Unternehmen mit den Kameras nur das eigene Gelände beobachten, nicht aber die Umgebung, sagte Müller der Zeitung. „Sonst bekommen wir gleich Post von den Datenschutzbeauftragten.“Er forderte die Bundesregierung zudem auf, Transparenzvorschriften zu entschärfen: „Die Wirtschaft muss viele Angaben zu Strom- und Gasnetzen öffentlich machen und ins Netz stellen. So machen wir es Attentätern unnötig leicht – egal, aus welcher Ecke sie kommen.“Die Ermittler fahnden mit Hochdruck nach einem Verdächtigen. Er hat zwei als authentisch eingeschätzte Bekennerschreiben verfasst, in seinem Wohnhaus in Gevelsberg in Nordrhein-Westfalen fand die Polizei laut Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (56; CSU) „sprengstoffverdächtige Gegenstände“. Er gehe von einem Fall von „Klimaextremismus“ aus, sagte Dobrindt.
Angriffe auf das Stromnetz: Amprion-Chef Christoph Müller fordert mehr Befugnisse für die Sicherheit
Seit Tagen häufen sich Attacken auf das deutsche Stromnetz, jetzt meldet sich der Chef des Netzbetreibers Amprion zu Wort: Christoph Müller möchte zum Beispiel Drohnen einsetzen, um die Sicherheit zu erhöhen.












