Auch nördlich von Bautzen wurden am Freitagabend „unbekannte Sprengvorrichtungen“ gefunden. Zudem kam es im Zuge der Suche nach dem Verdächtigen zu einem Polizeieinsatz bei einer Stromanlage nahe Hamm.

Polizeieinsatz bei einer Stromanlage in Hamm in der Nacht von Freitag auf Samstag

Max Lametz/dpa

dpa/taz | Die Polizei fahndet weiter mit Hochdruck nach einem Mann, der Sabotageaktionen gegen das deutsche Stromnetz verübt haben soll. Nach Angaben der Polizei Köln dauerte die Suche nach dem 48-jährigen Daniel V. am Morgen an. Die Vorfälle konzentrieren sich auf Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen – in allen drei Bundesländern wird noch Braunkohle abgebaut und verstromt.

Am Freitag hatten Beamte in der Wohnung des Tatverdächtigen in Gevelsberg (NRW) Sprengstoff gefunden. Später stürmte ein Spezialeinsatzkommando am Nachmittag im rund 100 Kilometer entfernten Niederzier in einem Wald einen Lastwagen, der augenscheinlich zu einem Wohnmobil umgebaut worden war. Der Gesuchte wurde aber nicht vorgefunden.