Nach seinem Auftritt bei der Linken in Berlin-Neukölln beteuert Dahabflex, nie zu Gewalt aufgerufen zu haben. Doch was heißt „Intifada wie die PFLP“?

2001 in Gaza-Stadt. Auf dem Stirnband steht „Volksfront für die Befreiung Palästinas“

Murad Sezer/AP

„Yalla yalla Intifada“, sang der Musiker Dahabflex vor wenigen Tagen auf der Bühne einer Wahlkampfveranstaltung der Linken in Berlin-Neukölln. „Entsetzt“ sei sie, sagte die Berliner Spitzenkandidatin Elif Eralp. Warum denn, fragen nun manche aus dem Umfeld der Neuköllner Linken und der palästinasolidarischen Szene – „Intifada“ heiße schließlich lediglich „Aufstand“ und der könne ja auch friedlich sein. Und Dahabflex selbst erklärte, er habe keineswegs zu Gewalt gegen Zi­vi­lis­t*in­nen aufgerufen.

Eine Aussage, die sein eigener Liedtext Lügen straft. Dahabflex beschreibt sehr genau, welche Art von Intifada er meint. Er singt von „Intifada wie die PFLP“, also wie die marxistisch-leninistische Volksfront zur Befreiung Palästinas. Er singt von „Leila-Khaled-Style“. Er singt „Georges Abdallah is’ jetz’ frei“.