Vor dem Hintergrund des Sparpakets bei Volkswagen hat Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (58; SPD) den Autobauer aufgefordert, die vier gefährdeten Fertigungsstätten in Deutschland zu erhalten. Für zukunftsweisende Investitionen und eine kluge Produktstrategie sehe sie dabei insbesondere das Unternehmen in der Pflicht, sagte Bas zum Abschluss einer Klausur der SPD-Bundestagsfraktion in Berlin.

Sie nannte Neckarsulm, Hannover, Emden und Zwickau, wo man auf Elektromobilität gesetzt habe. „Das sind hochmoderne Standorte und die Beschäftigten haben ein Recht, dass die erhalten bleiben und es auch zu keinen betriebsbedingten Kündigungen kommt“, sagte Bas.Sie könne Zweifel der Beschäftigten verstehen: „Es gab Verträge und vor allen Dingen Zeitpläne, die schon verhandelt waren. Das Unternehmen hat sich daran nicht gehalten und das Vertrauen in das jetzige Konzept ist nicht besonders hoch.“

Einigung auf SparprogrammDer VW-Aufsichtsrat hatte sich am Donnerstagabend überraschend auf einen Sparplan geeinigt. Für die vier Werke in Neckarsulm, Hannover, Emden und Zwickau könne derzeit keine wettbewerbsfähige Folgebelegung mit Beginn zwischen 2031 und 2034 gewährleistet werden. Als Grund nennt der Konzern eine Überkapazität von rund 500.000 Fahrzeugen in Europa. Für diese Werke würden „parallel und ergänzend alternative Verwendungsmöglichkeiten geprüft“.