»Reform UK hat nach der Ausstrahlung einer Sendung von Channel 4 News eine Untersuchung eingeleitet«, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur PA zufolge. Der Vorsitzende der Partei, Lee Anderson, sagte bei Sky News, es gebe keine Chance für die beiden, zu Reform zurückzukehren. Parteichef Farage wies die Vorwürfe allerdings zurück: »Die Partei hat keine Gesetze gebrochen. Die Partei hat kein dubioses Geld oder Ähnliches angenommen«, sagte er dem Radiosender LBC.
Auch Farage im Zentrum einer SpendenaffäreIm Kern geht es in der Doku um den Verdacht, dass die Parteifunktionäre Wege gesucht haben sollen, ausländische Gelder unter Umgehung der britischen Spendenregeln für die Partei nutzbar zu machen. Annehmen wollten sie es von einem vermeintlichen US-amerikanischen Unternehmer und dessen Sohn – dabei handelte es sich aber um verdeckte Reporter der Investigativgruppe »Verbatim Investigations«. Labour und die Liberaldemokraten meldeten die Vorwürfe der Metropolitan Police. Die britische Wahlkommission prüft die Vorwürfe und steht dazu nach eigenen Angaben mit der Polizei in Kontakt.
Der Bericht trifft die rechtspopulistische Partei während ihrer Jahreskonferenz in Birmingham, die bis Samstag geht. Am Freitagnachmittag wird eine Rede von Farage erwartet. Der 62-Jährige steht selbst im Zentrum einer Spendenaffäre. Ihm wird vorgeworfen, kurz vor seiner Wahl zum Abgeordneten im Jahr 2024 ein Geldgeschenk in Höhe von fünf Millionen Pfund (rund 5,9 Mio. Euro) angenommen, aber nicht als Spende deklariert zu haben. Farage weist die Vorwürfe zurück und sagt, es habe sich um ein persönliches Geschenk ohne Bedingungen gehandelt.













