Fall Stade: Migrationsbeauftragter Kurku tritt nach Drohungen zurück

Stand: 04.09.2026 13:45 Uhr

Nach der Gewalttat von Stade mit sechs Toten wurde Niedersachsens Migrationsbeauftragter Deniz Kurku (SPD) massiv angefeindet - die mutmaßliche Fluchtfahrerin ist seine Schwiegermutter. Jetzt ist er zurückgetreten.

von Amelia Wischnewski

Kurku verwies auf massive Anfeindungen, Morddrohungen und die Verbreitung von Falschbehauptungen in sozialen Medien und Teilen der öffentlichen Berichterstattung. Das Ehrenamt könne er unter den aktuellen Bedingungen nicht mehr in dem erforderlichen Maß ausüben. "Diesen Schritt gehe ich nach sorgfältiger Abwägung und ausdrücklich zum Schutz dieses wichtigen Amtes", heißt es in einer schriftlichen Erklärung der Niedersächsischen Staatskanzlei. Zuerst hatte der "Spiegel" berichtet.