Auch nach dem Beschluss des Aufsichtsrats ist die Zukunft mehrerer Standorte ungewiss. Zwickau dürfte die schlechtesten Karten haben – das ist fatal.
Hier werden AfD-Stimmen produziert: Volkswagenwerk Zwickau
Hendrik Schmidt/dpa
Ü berraschend schnell hat sich der Aufsichtsrat von VW auf drastische Maßnahmen geeinigt: Seit Donnerstagabend ist klar, dass weitere 50.000 Arbeitsplätze im Konzern gestrichen werden – wie schon 2024. Unklar ist weiter die Zukunft von vier Standorten. Aber schon jetzt kann prognostiziert werden, dass der traditionsreiche Auto-Standort Zwickau in Sachsen die schlechtesten Karten hat: Realistisch dürfte das Szenario sein, dass Zwickau am Ende geopfert wird, um die Werke in Emden und Hannover zu retten. Die stehen dem VW-Anteilseigner Niedersachsen natürlich näher als das Werk in Sachsen.
Die Auswirkungen werden für Sachsen und den Osten insgesamt katastrophal sein – nicht nur wirtschaftlich, sondern auch für das gesellschaftliche Klima. Mit einer Schließung würden 120 Jahre sächsische Autoindustriegeschichte einfach mal geschreddert werden.











