Sechs Fahrzeuge beschädigt : Heidelberg Materials reagiert auf Brandanschlag in Hessen04.09.2026, 13:48Lesezeit: 2 Min.Unbekannte haben in Rosbach fünf Betonmischer in Brand gesteckt. Ein Bekennerschreiben legt nahe, dass es sich um einen politisch motivierten Anschlag handelte. Nun äußert sich das betroffene Unternehmen.Nach dem Brand von fünf Lastwagen des Unternehmens Heidelberg Materials im hessischen Rosbach ermittelt die Polizei wegen eines mutmaßlichen Anschlags – offenbar mit politischem Hintergrund. Wie das hessische Innenministerium am Donnerstag mitteilte, ist ein Bekennerschreiben auf der Plattform „indymedia.org“ veröffentlicht worden, das nun von den Ermittlungsbehörden geprüft werde. Das Schreiben deutet darauf hin, dass Linksextremisten die Fahrzeuge, bei denen es sich um Betonmischer handelt, in Brand gesteckt haben könnten.Innenminister Roman Poseck (CDU) sprach von einem „schweren Angriff auf ein mittelständisches Unternehmen“. Dass niemand verletzt worden sei, sei allein dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr und Polizei zu verdanken. Die Tat ereignete sich in der Nacht zu Mittwoch gegen 1.10 Uhr. Fünf Lastwagen standen in Flammen. Heidelberg Materials teilte am Freitag mit, auch ein Radlader sei beschädigt worden. Zur Schadenshöhe könne man noch keine Angaben machen, sagte ein Unternehmenssprecher. Die Polizei hatte in einer ersten Schätzung von einem Schaden von 800.000 Euro gesprochen.Bekennerschreiben wird geprüftIn dem Bekennerschreiben heißt es, eine Tochtergesellschaft von Heidelberg Materials, Hanson Israel, betreibe Betonwerke „auf besetztem palästinensischem Gebiet im Westjordanland“. Heidelberg Materials teilte dazu am Freitag mit: „Hanson Israel ist weder am Siedlungsbau noch an der politischen Entscheidungsfindung in Israel beteiligt und betreibt keine Werke in den genannten Gebieten.“ Heidelberg Materials nehme die Achtung der Menschenrechte „sehr ernst, einschließlich des Selbstbestimmungsrechts der Völker in allen Ländern, in denen wir tätig sind“.Das Innenministerium in Wiesbaden schrieb, die Zahl linksextremer Gewalttaten in Hessen habe sich im vergangenen Jahr nahezu verdreifacht, von 15 auf 44. „Sollte sich ein extremistischer Hintergrund bestätigen, so fügt sich diese Tat in eine Entwicklung ein, vor der ich seit Langem warne“, wird Minister Poseck in der Mitteilung zitiert. „Wer glaubt, den Nahostkonflikt mit Brandsätzen auf hessischen Firmengeländen austragen zu können, hat mit der ganzen Härte des Rechtsstaats zu rechnen. Extremismus ist Extremismus, ganz gleich aus welcher Richtung er kommt, und er findet in Hessen keinen Raum.“