Nvidia-Chef Jensen Huang hat eine spektakuläre Übernahme angekündigt. Für 12,93 Milliarden Dollar (11,13 Milliarden Euro) will der Chiphersteller das US-Start-up Hugging Face übernehmen, das bei der Entwicklung von künstlicher Intelligenz (KI) eine zentrale Rolle spielt. Damit könnte Nvidia seine Position als zentraler Lieferant im lukrativen Markt ausbauen und vom Wettlauf um offene KI-Modelle profitieren.Auf der Plattform wurden bereits vor Veröffentlichung von ChatGPT Entwicklungswerkzeuge und KI-Modelle bereitgestellt, sie gilt als zentrale Anlaufstelle für Entwickler. Bei Hugging Face können sie frei zugängliche KI-Modelle herunterladen und modifizieren. Die Nachfrage nach KI-Modellen, deren Programmcode oder Trainingsdaten frei zugänglich sind, nimmt rasant zu, weil ihre Nutzung in der Regel deutlich günstiger ist als der Einsatz der Frontiermodelle von Anbietern wie OpenAI oder Anthropic. Die sogenannten Open-Source-Modelle chinesischer Unternehmen wie Deepseek, Z.ai oder Moonshot sind zumindest in bestimmten Einsatzgebieten auf Augenhöhe mit der westlichen Konkurrenz.
Plattform soll offen bleibenViele Technologiekonzerne wie die Alphabet-Tochter Google, die Facebook-Mutter Meta oder der Softwarekonzern Microsoft arbeiten an eigenen KI-Chips, um ihre Abhängigkeit von Nvidia zu reduzieren. Doch der Konzern hat seine Milliardengewinne der vergangenen Jahre dafür genutzt, sich bei vielen KI-Anbietern einzukaufen oder diese über langfristige Lieferabkommen an sich zu binden. »Hugging Face wird eine offene Plattform für das gesamte KI-Ökosystem bleiben. Entwickler können die Modelle, Frameworks, Cloudanbieter, Inferenzdienstleister und Rechenplattformen frei wählen«, schreibt Huang in seiner Ankündigung der Übernahme. »Es wird nicht erforderlich sein, Nvidia-Rechenleistung zu nutzen, um Anwendungen auf Hugging Face zu entwickeln oder über Hugging Face bereitzustellen.«














