Auch für Musiker sind es gerade aufgeregte Zeiten. Kurz vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern nutzen viele Künstler die Gelegenheit, sich politisch zu positionieren. Aktuell sorgt zum Beispiel die Band Alphaville für Aufregung: Sie wurde von den Veranstaltern des Glücksgefühle-Festivals ausgeladen, das am ersten September-Wochenende am Hockenheimring stattfindet.
Der Grund für die Absage sind politische Äußerungen der Band. Alphaville-Sänger Marian Gold sieht einen Angriff auf die Meinungsfreiheit, spricht von einem „Maulkorberlass – uns allen bestens bekannt aus Diktaturen“.
Gehört Politik auf die Bühne eines Musikfestivals?
Im Netz werden die Festivalveranstalter scharf kritisiert. Dort heißt es zum Beispiel: „Good Vibes mit klarem Kompass gegen Rechts, das sollte Eure Glücksgefühleverpflichtung sein, gegenüber Euren Besucherinnen und Besuchern sowie gegenüber den Bands und Musikerinnen und Musikern.“
Die Veranstalter bestehen in einem Statement darauf, ein Ort zu sein, an dem man die Sorgen des Alltags vergessen könne. „Und da gehört es auch dazu, das Thema, das die Menschen in Deutschland aktuell am meisten spaltet, Politik, außen vor zu lassen und gemeinsam eine schöne Zeit zu verbringen – jenseits jeglicher möglicher Konflikte.“










