Der aktivistische Investor Elliott hat einem Medienbericht zufolge eine größere Beteiligung an der Deutschen Telekom aufgebaut und sich gegen eine mögliche Fusion mit der US-Tochter T-Mobile ausgesprochen. Stattdessen solle der Dax-Konzern andere Wege zur Steigerung des Unternehmenswerts prüfen, wie umfangreichere Aktienrückkäufe, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf Insider.Wie hoch die Beteiligung von Elliott genau ist, sei unklar. T-Mobile lehnte eine Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters ab. Elliott und die Telekom waren zunächst nicht zu erreichen.Bei Analysten und Anlegern stießen die Pläne jedoch von Beginn an auf Skepsis. Sie bezweifeln, dass der Unternehmenswert durch einen Zusammenschluss wie erhofft gesteigert werden kann. US-Investoren seien nicht daran interessiert, sich durch die Fusion ein europäisches Unternehmen mit vergleichsweise schwachem Wachstum ins Portfolio zu holen.
Durch eine Fusion würde der nach Marktwert weltweit größte Mobilfunkbetreiber entstehen, der China Mobile überträfe. Für Telekom-Chef Tim Höttges (63) böte eine vollständige Fusion damit auch die Chance, die Stellung seines Konzerns im wichtigsten Markt, den USA, weiter zu festigen. Dort erwirtschaftete das Unternehmen im vergangenen Jahr mehr als zwei Drittel des bereinigten Ergebnisses von 44,2 Milliarden Euro.Im Telekom-Vorstand wird derzeit kräftig umgebaut. Finanzchef Christian Illek verlässt den Dax-Konzern, sein Nachfolger soll der bisherige Konzerncontroller Dhananjay Mirchandani werden. Auch im Produktressort gibt es Personalveränderungen.









