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Ich dachte immer, es ging damals im Krieg nach Osten, immer weiter nach Osten, in ein östliches Niemandsland. Der Zug aber, so lese ich bei meinen Recherchen, als ich es endlich aushalte, es zu lesen, fuhr die Elbe entlang nach Süden.

Es ist September und ich fahre gerade selbst die Elbe entlang, um mich mit meinen Töchtern im Elbsandsteingebirge zu treffen. Ich blicke auf den Fluss, so wie Frau Müller vor über 80 Jahren. Sah sie damals das gleiche gleißend goldene Herbstlicht? Das gleiche schimmernde Grün der Auen? Die Sonne war noch nicht aufgegangen bei ihrer Abfahrt. Ich dagegen erreiche meinen Zug jetzt am späten Vormittag gerade noch so durch das Labyrinth im Hauptbahnhof. Mit welcher Erleichterung ich mich in einen der bequemen Sitze fallen lasse!

Frau Müller, die Professorenwitwe, saß im September vor über 80 Jahren auch in einem Zug nach Prag. Die alte Dame hatte sich nicht abgehetzt, sie war gehetzt worden. Aber nur bis zur Straßenbahn, denn man wollte kein Aufsehen erregen unter den Hunderten von Reisenden am Anhalter Bahnhof, dem größten Reisebahnhof Europas.