Startschuss zum ersten Ocean Race Atlantic: Der deutsche Skipper Boris Herrmann ist mit seiner neuen »Malizia 4« die rund 3200 Seemeilen ins bretonische Lorient gestartet. Der Startschuss für das Rennen fiel 145 Seemeilen vor der Küste New Yorks.Favoriten sind die erst zwei Monate alten Neubauten »Malizia 4« und »DMG Mori Global One« (Japan), die in Sichtweite voneinander in südlicher Richtung davonrauschten.

Die Flotte der vierköpfigen Imoca-Crews erwartet ein Blitzrennen über den Nordatlantik. Der Schweizer »Embrace the Challenge«-Skipper Oliver Heer sagte: »Wir hoffen auf eine Renndauer von unter sieben Tagen.« Boris Herrmann hatte zuletzt auf siebeneinhalb Tage getippt und vor dem Start gesagt: »Die große Unbekannte sind immer die letzten 25 Prozent des Rennens. Das ist jetzt noch nicht vorhersehbar. Da kann alles passieren.«Das Ocean Race Atlantic gilt als Generalprobe für die am 17. Januar startende Weltumseglung The Ocean Race. Auch der französische »United by the Ocean«-Skipper Paul Meilhat, dessen Team im vergangenen Jahr das Ocean Race Europe auf derselben Jacht unter ihrem früheren Namen »Biotherm« gewonnen hatte, erwartet ein rasantes Rennen. »Wir werden eindrucksvolle Bedingungen und vermutlich Highspeed mit mehr als 30 Knoten erleben«, sagte Meilhat.Wie sich das anfühlen kann, beschrieb Außenseiter Conrad Colman (Neuseeland): »Das Boot wird so dynamisch sein, dass wir Probleme haben werden, einen Löffel in den Mund zu bekommen.« Die Livebilder vom Start haben das schon gezeigt, als sich »11th Hour Racing«-Skipperin Francesca Clapcich in 16 Knoten Wind bei ruppiger Fahrt stark festhalten musste. Sie führt die ehemalige »Malizia 3« von Boris Herrmann.