Ocean Race Atlantic : „Ein bisschen enttäuschend“: Herrmann und seine Segel-Crew werden Vierter10.09.2026, 19:12Lesezeit: 2 Min.Team Malizia beim Ocean Race Atlantic© Gauthier Lebec I Team MaliziaBeim Ocean Race Atlantic verpassen Boris Herrmann und seine Crew das Podium knapp. Das liegt auch an einer Kollision auf dem Meer. Seine neue Yacht überzeugt den Hamburger Segler dennoch.Die „Katastrophe“ für Boris Herrmann und sein Team Malizia ist eingetreten. Zumindest, wenn man den – halb im Spaß geäußerten – Satz ernst nimmt, den der Hamburger Segler vor dem Start des Ocean Race Atlantic am zweiten September in New York geäußert hatte. Damals hatte Herrmann gesagt, es wäre „natürlich eine Katastrophe für mich“, wenn seine Crew beim ersten Rennen auf ihrer brandneuen Yacht Malizia 4 ausgerechnet von ihren eigentlichen Teamkollegen Francesca Clapcich und Will Harris geschlagen wird. Und damit ausgerechnet von der von Herrmann im vergangenen Jahr ausgemusterten Yacht Malizia Seaexplorer, mit der das 11th Hour Racing Team unterwegs ist.Genau das ist am Donnerstag nun passiert – wenn auch nur knapp. Beim etwa 3000 Seemeilen langen Ocean Race Atlantic kamen Herrmann und seine Malizia Crew nach genau acht Tagen, sechs Minuten und vierzig Sekunden als Vierte ins Ziel in Lorient an der französischen Westküste. Und damit gerade einmal 18 Minuten nach 11th Hour Racing mit Clapcich und Harris, die knapp hinter Skipper Paul Meilhat und seinem Team United by the Ocean Zweiter wurden.„Das Boot ist außergewöhnlich!“Die Regatta über den Atlantik war bis zum Schluss hochspannend gewesen. Alle vier ersten Boote kamen binnen weniger als einer halben Stunde ins Ziel. Der Malizia-Crew fehlten im Zielsprint mit der japanischen Yacht DMG Mori Global One am Ende nur fünf Minuten zum Sprung auf das Podium. Beide Boote der Imoca-Klasse sind erst zwei Monate alt und galten vor dem Rennen als große Favoriten.Boris Herrmann und seine Teamkollege Julien Villion an Bord der Malizia 4.© Gauthier Lebec I Team MaliziaKurz nach dem Zieleinlauf wollte Herrmann nicht darüber spekulieren, ob seine Crew das Rennen ohne den Zwischenfall gewonnen hätte. „Aber es hat uns in diesem Rennen auf jeden Fall sehr zurückgehalten. Das ist schon ein bisschen enttäuschend“, sagte der 45 Jahre alte Hamburger. Insgesamt habe ihn die neue Yacht aber überzeugt: „Das Boot ist außergewöhnlich! Wir waren am Wind nach dem Start bis zur Kollision superschnell. Das hat uns dann etwa zwei Stunden Arbeit gekostet. Das konnten wir danach nie wieder ganz aufholen.“Das Ocean Race Atlantic gilt als Generalprobe für das im Januar im spanischen Alicante startende Ocean Race um die Welt, an dem auch Team Malizia teilnimmt. Im November 2028 will Boris Herrmann dann seine dritte Vendée Globe ins Visier nehmen. Katastrophen und Kollisionen kann er bei der knapp 80 Tage dauernden, ohne Zwischenhalt und komplett alleine gesegelten Regatta dann wohl noch weniger gebrauchen.
Ocean Race Atlantic: Segler Boris Herrmann und Malizia 4 werden Vierter
Beim Ocean Race Atlantic verpassen Boris Herrmann und seine Crew das Podium knapp. Das liegt auch an einer Kollision auf dem Meer. Seine neue Yacht überzeugt den Hamburger Segler dennoch.






