Zum Gespräch über den Mann mit dem seltsamen Namen Zweifelssohn hätten wir uns an mehreren Orten in Berlin verabreden können. Auch in Wien, München oder Nürnberg, in Weimar oder Saßnitz begegnet man ihm auf seinem Weg von Süden nach Norden, von Westen nach Osten. Und in der Buchhandlung: „Zweifelssohn“ steht auf dem Titel des ersten Romans von Max Czollek – nach mehreren Gedichtbänden und drei Sachbüchern.Es hat sich so ergeben, dass wir uns in Kreuzberg treffen, Richtung Tempelhofer Feld gehen wollen, in Erinnerung an das KZ Columbia, das es hier einst gab, aber dann lange auf einem der großen Friedhöfe bleiben. Zweifelssohn ist ein Reisender und Gedanken-Flaneur, bei dem Trauma und Trauer hervorschauen, wenn er nur einmal die Augen schließt und sie wieder öffnet.
Max Czollek: „Ich habe selber lange Zeit das Register der Wut bespielt“
Ein Spaziergang mit Max Czollek. Der Berliner Autor hat seinen ersten Roman veröffentlicht: „Zweifelssohn“. Er schaut hinter Kulissen des Gedenkens.











