Wegen des versuchten Sprengstoffanschlags am Leipziger Flughafen hat die EU-Außenbeauftragte den russischen EU-Gesandten in Brüssel einbestellt. Der Vorfall weise »alle Merkmale von staatlich gefördertem Terrorismus« auf, sagte Kallas vor einem Treffen der EU-Außenministerinnen und -Außenminister am Mittwoch in Irland. Die deutsche Bundesregierung hatte Russland für den Anschlagsversuch verantwortlich gemacht und Strafmaßnahmen verhängt.
In Leipzig seien Tatmittel verwendet worden, die aus anderen hybriden Operationen Russlands bekannt seien – wie die Drohnenkonfiguration, diverse Bauteile, Sprengstoff und Zündtechnik, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) am Dienstag. Die Vorbereitung der Tat zeichne sich durch ein »hohes Maß an technischer Expertise und erheblichen organisatorischen Aufwand« aus.Wadephul kündigt neue Sanktionsvorschläge anDie Bundesregierung kündigte am Dienstag an, als Reaktion das russische Generalkonsulat in Bonn sowie das als Kulturinstitut gegründete Russische Haus in Berlin zu schließen. Die EU-Außenminister wollen in Irland nun über die nächsten möglichen europäischen Sanktionen gegen Russland beraten.
Bundesaußenminister Johann Wadephul kündigte in Irland entsprechende Vorschläge für weitere Sanktionen gegen Russland an. In den kommenden Wochen solle daran gearbeitet werden, zusätzliche Personen auf die Sanktionsliste zu setzen, sagt Wadephul. Er gehe davon aus, dass »eine große Zahl von Personen« betroffen sein werde. Der Druck auf Russland werde erhöht, während die Unterstützung für die Ukraine auf einem hohen Niveau bleibe, fügte er hinzu. Dies zeige die Geschlossenheit der EU.Lesen Sie hier mehr dazu: Friedrich Merz droht, vollstrecken müssen andere: Alexander Dobrindt und Johann Wadephul erklären am Dienstag, wie Deutschland auf hybride Angriffe aus Russland reagiert. So richtig wohl fühlen sie sich dabei nicht.














