Nordrhein-Westfalen will Wohnraum ohne Vorbedingungen schaffen. Das sei gut, aber komme reichlich spät, sagt eine Obdachlosenhilfe in Düsseldorf.

Schlafplatz unter freiem Himmel in Düsseldorf

Jochen Tack/picture alliance

Nordrhein-Westfalen verstärkt den Kampf gegen Wohnungs- und Obdachlosigkeit und will sogenannte Housing-First-Angebote gezielter fördern. Dabei hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) in Düsseldorf ein Umsetzungskonzept geschaffen, um interessierte Kommunen und Träger bei der Einführung von lokalen Housing-First-Angeboten zu unterstützen. Es soll ein weiterer, neuer Baustein der landesweiten Initiative „Endlich ein Zuhause“ sein und fokussiert auf eine spezielle Gruppe von Wohnungslosen: „Den Schwächsten der Schwachen unter den wohnungslosen Menschen“, wie Sozialminister Karl Josef Laumann (CDU) sie nennt.

Am Dienstag ist die Implementierungsphase offiziell angestoßen worden und das Konzept im Ministerium vor diversen Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen, von Verbänden und Institutionen im Bereich Housing First sowie der Wohnungsnotfallhilfen in NRW vorgestellt worden. Laut Laumann ist nun für „zukünftige Träger in ganz NRW eine direkte Praxishilfe zur zielgerechten Konzeption und Umsetzung von Housing-First-Angeboten vor Ort“ geschaffen worden.