PfadnavigationHomeRegionalesHessenSozialministerin stellt Projekte gegen Wohnungslosigkeit vorStand: 03:38 UhrLesedauer: 2 MinutenHessenweit waren laut einer Bundesstatistik im Januar 2025 rund 29.000 Menschen in Notunterkünften und ähnlichen Einrichtungen untergebracht. (Symbolbild)Quelle: Arne Dedert/dpaFrankfurter Obdachlose weichen gerade von einer festen Notunterkunft in ein provisorisches Zeltlager aus. Hessen will aber auch generell und landesweit Menschen ohne Wohnung helfen. Wie zum Beispiel?Hessen will den Kampf gegen Wohnungslosigkeit stärken. Im Rahmen einer bereits angelaufenen Landesstrategie hierzu stellt Sozialministerin Heike Hofmann (SPD) heute (10.00 Uhr) in Wiesbaden eine Reihe konkreter Projekte vor.Schon im schwarz-roten Koalitionsvertrag von Ende 2023 heißt es: «Wir wollen Wohnungs- und Obdachlosigkeit in Hessen bekämpfen. Dabei setzen wir auf Prävention vor Wohnungsverlust.» Mit Kommunen und sozialen Organisationen sollten niedrigschwellige und «passgenaue» Angebote erarbeitet werden.Was bedeutet «Housing First» für Obdachlose?Im Februar 2026 kündigte Ministerin Hofmann mehrere «Housing first»-Projekte in Hessen an. Dabei bekommen Obdachlose zuerst ein Dach über dem Kopf und anschließend Unterstützung von Sozialarbeitern und -pädagogen. Hofmann sich zuvor bei Delegationsreisen nach Finnland und in die Schweiz ein Bild von diesem besonderen Hilfsansatz gemacht.Hessens größte Stadt Frankfurt hatte jüngst Schlagzeilen gemacht, weil eine Notunterkunft in einer U-Bahn-Station wegen unzureichenden Brandschutzes kurzfristig geschlossen worden war. Die provisorische Lösung: ein rasch aufgebautes Zeltlager mit Feldbetten.Hessenweit waren laut einer Bundesstatistik im Januar 2025 rund 29.000 Menschen in Notunterkünften und ähnlichen Einrichtungen untergebracht, darunter mehr als 8.000 Kinder und Jugendliche.Von einem Sofa zum anderenZu den Problemen mancher Wohnungslosen gehören laut Experten etwa Drogen- oder Alkoholsucht sowie Mietschulden. Etliche Betroffene hangeln sich auch in prekären Verhältnissen von Sofa zu Sofa bei Verwandten und Freunden weiter - und tauchen somit meist nicht in Statistiken auf.dpa-infocom GmbH