Rafael Grossi (l), Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), und der syrische Außenminister Asaad al-Shaibani

Atomwächter der Vereinten Nationen haben in Syrien große Mengen an lange geheimgehaltenen Uran-Beständen aus der Regierungszeit des früheren Präsidenten Baschar al-Assad sichergestellt. Wie IAEA-Chef Rafael Grossi in einem nicht öffentlichen Bericht in Wien festhielt, handelte es sich um 73 Tonnen, davon rund 55 Tonnen Brennstäbe für ein geheimes Reaktorprojekt.

Der Bericht enthielt die erste detaillierte Auflistung des Nuklearmaterials, nachdem Grossi und der syrische Außenminister Asaad al-Shaibani in Damaskus die Existenz der Uran-Bestände vor zwei Wochen bekanntgegeben hatten.Das Material sei in den vergangenen Tagen von IAEA-Fachleuten überprüft und gesichert worden und stehe nun unter Beobachtung der IAEA. Grossi hatte in Damaskus davor gewarnt, dass das Uran missbräuchlich verwendet werden könnte.

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