Ein geheimes Uran-Lager aus der Zeit Baschar al-Assads hat die Region nach Angaben israelischer und amerikanischer Regierungsvertreter monatelang an den Rand einer neuen Eskalation gebracht. Nun haben sich die USA, Israel und Syrien nach Recherchen des US-Nachrichtenportals Axios auf eine Lösung geeinigt. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) soll das Material in Kürze abtransportieren.
Der Fund betrifft eine Anlage mit dem Codenamen „Site 99“. Dort habe die gestürzte Führung Assads Rückstände aus dem Al-Kibar-Reaktorprojekt gelagert, erklärten zwei israelische Regierungsvertreter gegenüber Axios. Ein US-Vertreter bestätigte, es handle sich unter anderem um sogenanntes Yellowcake, ein Uranerz-Pulver, das sich weiterverarbeiten und im Rahmen eines Brennstoffkreislaufs anreichern lasse. Für den Bau einer Atombombe reiche das Material demnach nicht aus. Es könnte dem Bericht zufolge aber für eine Bombe verwendet werden, eine konventionelle Sprengladung, die radioaktives Material verteilt, hieß es weiter.
Israel hatte den Angaben zufolge zunächst die Zugänge zur Anlage kurz nach dem Sturz Assads Ende 2024 bombardiert, um einen Zugriff zu verhindern. Seither habe der israelische Geheimdienst den Standort überwacht.










