Der mutmaßliche Attentäter von Charlie Kirk muss sich in den USA wegen Mordes vor Gericht verantworten. Das entschied am Dienstag ein Richter in Provo im US-Bundesstaat Utah. Die Staatsanwaltschaft habe genügend Beweise vorgelegt, um den 23 Jahre alten Tyler Robinson anzuklagen, erklärte Richter Tony Graf. »Aus diesen Gründen sowie auf der Grundlage der Aktenlage und der Schriftsätze der Parteien« ordne er die Überstellung des Angeklagten zur Hauptverhandlung an.

Graf erlaubte der Anklage zudem, die Todesstrafe zu beantragen. Die Staatsanwaltschaft erklärte, Robinson habe Kirk von einem Dach aus in einer Entfernung von mehr als 122 Metern erschossen – obwohl er gewusst habe, dass er daneben schießen und andere Menschen töten könnte.Kurz nach der Entscheidung des Richters legte Robinson über seinen Anwalt erstmals ein Plädoyer ab: nicht schuldig in allen Anklagepunkten.

Robinson wird in sieben Punkten angeklagt, darunter »aggravated murder«. Wird er in diesem besonders schweren Fall des Mordes schuldig gesprochen, droht ihm die Todesstrafe. Die weiteren sechs Anklagepunkte wiegen weniger schwer, darunter Behinderung der Justiz und Zeugenbeeinflussung.Das Attentat hatte in den USA enorme politische Wucht. Kirk galt als prägende Stimme der US-Rechten, war ein einflussreicher Vertreter der Trump-Bewegung Make America Great Again (MAGA) und unterstützte Donald Trump in dessen Wahlkampf. Kirk erreichte mit seiner Jugendorganisation Turning Point USA ein Millionenpublikum, vor allem junge Männer.