In Sachsen ist erstmals das Shamonda-Virus bei Rindern nachgewiesen worden. Das Virus sei bei einem Rind im Vogtland sowie bei einem Rinderbestand im Erzgebirge festgestellt worden, wie das sächsische Sozialministerium mitteilte. Auf Nachfrage bei den zuständigen Veterinärämtern der Landratsämter des Erzgebirges und des Vogtlandkreises wurde das bestätigt. Im Vogtland, so Veterinäramtsleiterin Dr. Anne Schilder, habe man mittlerweile in vier Beständen das Virus nachgewiesen, elf Proben seien gerade bei der Landesuntersuchungsanstalt zum Test.
Das Virus bewirkt bei Milchkühen, den Angaben zufolge, einen deutlichen Milchrückgang und Fieber. In befallenen Beständen komme außerdem Durchfall dazu. Das Virus wird durch spezielle Stechmücken, sogenannte Gnitzen, übertragen und breitet sich sehr schnell in den Herden aus. Es ist noch nicht klar, ob und inwieweit längerfristige Schäden durch das Virus zu erwarten sind, wie es weiter hieß. Die Symptome ließen sich tierärztlich gut behandeln. Die Tiere würden nach zwei bis drei Wochen wieder gesund, eine Impfung existiert bisher nicht.
Die Veterinärbehörden stehen laut Ministerium mit denen von Bund und Ländern in engem Kontakt und analysieren die Lage, erklärte die zuständige Ministerin Petra Köpping (SPD). „Wichtig sind regelmäßige Kontrolle der Rinderbestände und ein möglichst effektiver Mückenschutz in den Ställen“, erläuterte sie.









