Die Mieten sind so drastisch gestiegen, dass viele an Essen und Gesundheitsausgaben sparen, sagt der Mieterbund. Er fordert einen bundesweiten Mietenstopp.
Mietenreport 2026: „Die Wohnungskrise wird zur Sozialstaatskrise“
Michael Kappeler/dpa
Man muss sich Jurek S.* als glücklichen Menschen vorstellen. Als der 27-Jährige zum Masterstudium nach Berlin zog, konnte er bei seiner Schwester unterkommen. Die kann sich mit ihrer Familie dank uraltem Mietvertrag mitten in der Hauptstadt eine große Wohnung leisten – mit Gästezimmer. Für Jurek war das die ideale Ausgangslage, um in Ruhe ein Zimmer zu suchen. Oder sogar eine eigene Wohnung.
Der Student forstete die einschlägigen Portale durch, absolvierte mehrstufige Castings für Wohngemeinschaften auch am Stadtrand, von denen er mehr als eine Stunde zur Uni hätte fahren müssen. Nur ein Zimmer bekam er nicht. Auch, weil er nicht 700 Euro oder mehr für eine Minibutze aufbringen konnte. Er blieb dann bei seiner Schwester – zwei Jahre lang. Ging schon irgendwie. Glück muss man halt haben.










