Millionen Mieter in Deutschland sind laut einer Studie von ihren Wohnkosten überlastet. Der Mieterbund spricht von alarmierenden Zahlen. Das Statistische Bundesamt schätzt die Lage etwas besser ein.
03.06.2026, 13.32 Uhr
Mehrfamilienhäuser in Berlin
Rund 3,2 Millionen Mieterhaushalte wenden mehr als 40 Prozent ihres Nettoeinkommens für das Wohnen auf. Das zeigt eine Studie des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU) im Auftrag des Deutschen Mieterbunds. Weitere 3,4 Millionen Mieterhaushalte geben demnach 30 bis 40 Prozent ihres Nettoeinkommens für Kaltmiete und Heizkosten aus.
Der IWU und der Mieterbund leiten aus diesen Zahlen ab, dass jeder dritte Mieterhaushalt überlastet sei. Die Präsidentin des Deutschen Mieterbunds, Melanie Weber-Moritz, sprach von alarmierenden Zahlen. »Die Bundesregierung muss jetzt Mieterinnen und Mieter schützen.«Der Studie zufolge gehören von den fast 20 Millionen Mieterhaushalten in Deutschland 42 Prozent oder 8,3 Millionen zum unteren Einkommensdrittel: Sie haben ein Haushaltsnettoeinkommen von im Schnitt 1417 Euro pro Monat. Diese Gruppe sei mit ihren Wohnkosten am »finanziellen Limit«.










