Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen zwei mutmaßliche Unterstützer der rechtsextremen Terrorgruppe »Letzte Verteidigungswelle« erhoben. Es handelt sich um zwei Jugendliche. Die Behörde wirft ihnen unter anderem die Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und Beihilfe zum versuchten Mord vor.

Das Thüringer Oberlandesgericht (OLG) muss nun klären, ob es zum Prozess gegen die zwei Deutschen kommt.Die beiden Beschuldigten sollen sich Anfang Januar 2025 mit Komplizen zu einer bewohnten Asylbewerberunterkunft in Schmölln im thüringischen Landkreis Altenburger Land begeben haben, um dort einen Brand auszulösen. »Dazu schlug die Gruppe ein Fenster ein und versuchte, mit einer Feuerwerksbatterie entzündete Pyrotechnik in das Innere des Gebäudes zu schießen«, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Ein Feuer sei aber nicht ausgebrochen.

Einer der beiden Beschuldigten soll das Geschehen laut Bundesanwaltschaft abgesichert haben, der andere habe die Tat gefilmt. Sie sind den Angaben nach daher dringend verdächtig, als Jugendliche mit Verantwortungsreife eine inländische terroristische Vereinigung unterstützt zu haben. Zudem wird ihnen Beihilfe zum versuchten Mord, zur versuchten Brandstiftung mit Todesfolge und zur versuchten schweren Brandstiftung zur Last gelegt.