Die Inflation in der Eurozone ist im August wegen hoher Energiepreise deutlich gestiegen. Im Jahresvergleich legten die Verbraucherpreise um 3,3 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat in Luxemburg nach einer ersten Schätzung mitteilte. Das ist der höchste Stand seit September 2023. Im Juli hatte die Inflationsrate bei 2,9 Prozent gelegen.
Die Europäische Zentralbank (EZB) peilt bei der Gesamtinflation einen Wert von 2,0 Prozent. Mit dem jüngsten Anstieg ist die Teuerung nun sehr weit über das Ziel der Währungshüter hinausgeschossen. Zuletzt mehrten sich die Signale, dass sie sich mit einer Zinserhöhung gegen den starken Preisauftrieb stemmen werden.Der nächste Zinsentscheid steht am 10. September an. An den Finanzmärkten wird mit einer Erhöhung des zum Steuern der Geldpolitik maßgeblichen Einlagesatzes um einen Viertelpunkt auf 2,50 Prozent gerechnet. Die Wahrscheinlichkeit wird an den Märkten derzeit auf fast 99 Prozent taxiert. Die EZB hatte zuletzt eine Zinspause eingelegt, nachdem sie im Juni mit der ersten Erhöhung seit drei Jahren bereits im Kampf gegen die steigende Inflation Flagge gezeigt hatte.
Kräftige Preissteigerungen im EnergiesektorEnergie erwies sich vor dem Hintergrund des weiter anhaltenden Irankriegs als Preistreiber Nummer eins: Sie verteuerte sich im August um satte 14,3 Prozent. Eine nachhaltige Öffnung der Straße von Hormus ist nicht in Sicht, damit stockt der Ölfluss.Dienstleistungen waren um 3,0 Prozent teurer, hier fiel der Anstieg geringer aus als im Juli mit 3,3 Prozent. Die Preise für Lebensmittel, Alkohol und Tabak stiegen um 1,2 Prozent und damit ebenso wie im Juli.











