PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastWie Lichtreize Gedächtnis und Gehirnaktivität beeinflussenVeröffentlicht am 01.09.2026Lesedauer: 3 MinutenQuelle: picture alliance/imageBROKER/Raimund LinkeLicht ist viel mehr als nur hell oder dunkel, es hat auch einen Rhythmus – und der wirkt auf unser Gehirn. Wie bestimmte Lichtmuster unser Gehirn beeinflussen können und welche Rolle das möglicherweise für Gedächtnis, Lernen und gesundes Altern spielt.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenAußerdem geht es um die Frage, wie alkoholfreies Bier hergestellt wird. Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um die Frage, wie Licht auf unser Gehirn wirkt und welche Bedeutung dabei ein oft übersehener Faktor hat: der zeitliche Rhythmus von Licht.Die meisten Menschen nehmen Licht vor allem über seine Helligkeit und Farbe wahr. Tatsächlich verändert sich Licht jedoch auch über die Zeit. Solche Schwankungen entstehen etwa durch Sonnenlicht, das durch Blätter fällt, oder durch Reflexionen auf Wasseroberflächen. Diese Muster werden von der Netzhaut aufgenommen und als Signale an das Gehirn weitergegeben.Wenn Licht den Takt vorgibtZu Gast ist Dr. Teresa Cramer, Neurowissenschaftlerin am MIT in Boston. Sie erläutert, dass das Gehirn selbst in rhythmischen Mustern arbeitet. Gruppen von Nervenzellen koordinieren ihre Aktivität in bestimmten Frequenzen, sogenannten neuronalen Oszillationen. Diese spielen eine wichtige Rolle bei Aufmerksamkeit, Gedächtnis und der Verarbeitung von Informationen.Forschende untersuchen deshalb, ob äußere Reize solche Hirnrhythmen gezielt beeinflussen können. Im Mittelpunkt steht dabei ein Ansatz namens GENUS, bei dem Licht- oder Tonreize in einer genau definierten Frequenz eingesetzt werden. Besonders häufig wird eine Frequenz von 40 Hertz verwendet, die mit sogenannten Gamma-Oszillationen des Gehirns zusammenhängt.Hoffnung für die Alzheimer-ForschungErste Ergebnisse aus Tierstudien deuten darauf hin, dass eine solche Stimulation biologische Prozesse beeinflussen könnte, die bei Alzheimer eine Rolle spielen. Beobachtet wurden unter anderem Veränderungen bei krankheitstypischen Ablagerungen im Gehirn. Darüber hinaus gibt es Hinweise auf mögliche Effekte auf Gedächtnisleistungen, Lernprozesse und körpereigene Reinigungsmechanismen des Gehirns.Auch beim Menschen laufen inzwischen erste Untersuchungen. Zwar sind viele Fragen noch offen und langfristige Wirkungen noch nicht ausreichend erforscht, doch die bisherigen Ergebnisse geben Anlass für weitere Studien. Forschende prüfen zudem, ob ähnliche Ansätze künftig auch bei anderen neurologischen Erkrankungen relevant sein könnten.Für den Alltag ergibt sich daraus bereits eine interessante Beobachtung: Natürliche Umgebungen sind voller wechselnder Lichtmuster. Zwar ersetzen Spaziergänge keine medizinische Stimulation, doch die Forschung lenkt den Blick darauf, wie unterschiedlich unser Gehirn auf natürliche und künstliche Lichtwelten reagiert. Welche Rolle diese Unterschiede langfristig für unsere Gesundheit spielen, ist Gegenstand weiterer Untersuchungen.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund – der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage, warum wir im Schlaf reden. Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.