Spaniens Regierungschef Sánchez wirft Israel und Russland vor, den Ansturm auf Ceuta befeuert zu haben. Was steckt dahinter?

Die Bilder vom Massensansturm in Ceuta wurden direkt zum Angriff auf Regierungschef Sanchez genutzt

Marcos Moreno/Europa Press/dpa

Die Grenze zu Spanien sei offen, verbreiteten zahlreiche User in den Tagen vor dem Massenansturm auf die spanische Exklave in Netzwerken und Messenger- und Facebookgruppen in Marokko. Die Folge: Am 30. und 31. Juli umschwammen rund 72.000 Migranten aus Marokko den Grenzzaun zur spanischen Exklave. Die meisten gingen anschließend wieder zurück. 5.000 Immigranten – darunter 1.200 Minderjährige – sind noch immer in Ceuta, was dort für Spannung sorgt.

Spaniens Regierungspräsident Pedro Sánchez ist sich sicher, dass hinter der Falschmeldung, die alles auslöste, „Netze mit Verbindungen zu Russland und Israel“ und „eine rechtsextreme Internationale“ steckten. Das erklärte der Chef der Linkskoalition Montagfrüh in einem Interview in Spaniens meistgehörtem Radio, der Cadena Ser.