PfadnavigationHomePolitikDeutschlandArtikeltyp:LivetickerLandtagswahl in Sachsen-Anhalt„Die Realität spricht hier eine eindeutige Sprache“ – AfD-Spitzenkandidat Siegmund attackiert MerzStand: 14:21 UhrWELT-Reporter Steffen Schwarzkopf erlebt in Magdeburg viel Unterstützung für die AfD und begegnet Menschen, die Ulrich Siegmund als „Hetzer“ bezeichnen. Er konfrontierte den Kandidaten mit der Frage, wie gespalten dieses Land sei.Ulrich Siegmund widerspricht den Warnungen vor wirtschaftlichen Folgen einer AfD‑Regierung. Er erwartet eine „wirtschaftspolitische Blütezeit“ in Sachsen-Anhalt. Die Schuld für die aktuelle Lage sieht er bei Merz. Alle News im Liveticker.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenEndspurt in Sachsen-Anhalt: Am Sonntag wird ein neuer Landtag gewählt. Die AfD liegt in den jüngsten Umfragen deutlich vor der CDU und hofft auf einen historischen Erfolg. Dahinter kämpfen die übrigen Parteien um Stimmen und Mehrheiten – mit möglichen Folgen für die Regierungsbildung, die sich nach der Wahl schwierig gestalten könnte. Alle wichtigen Entwicklungen gibt es hier im Liveticker.12:50 Uhr – Montag, 31. AugustAfD will mit Wirtschaftspolitik um Investoren werbenDer AfD-Spitzenkandidat für Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, hat die Warnung von Bundeskanzler Friedrich Merz vor einem möglichen Rückzug internationaler Investoren im Falle einer AfD-Regierung zurückgewiesen. „Genau das Gegenteil“ werde passieren, behauptet Siegmund. Eine AfD-Regierung würde zumindest internationale Investoren aus „konservativ“ regierten Ländern nicht etwa abschrecken, sondern sogar anziehen.Im Interview mit WELT TV sagte Siegmund: „Sehr viele internationale Unternehmen, die auch konservative Regierungen haben in anderen Ländern, sehen das doch als Wettbewerbsvorteil, wenn wir endlich auch wieder eine langfristige Planungssicherheit haben, wenn wir keine Klimavorgaben haben, keine Quotenvorgaben.“ Siegmund zeigte sich zugleich überzeugt, dass Sachsen-Anhalt unter einer AfD-geführten Regierung eine „wirtschaftspolitische Blütezeit“ erleben werde.Schuld an der derzeitigen wirtschaftlichen Lage sei Friedrich Merz selbst, so Siegmund: „Seine aktuelle Wirtschaftspolitik, die spricht hier eine eindeutige Sprache. Wir erleben gerade eine Deindustrialisierung in diesem Land. Betriebe schließen, Betriebe verlassen dieses Land. Das heißt, die Realität spricht hier eine eindeutige Sprache.“ 14:20 Uhr – Montag, 31. AugustAlice Weidel: Merz droht Wählern in Sachsen-Anhalt und will politischen Kurswechsel mit allen Mitteln verhindernDie AfD-Bundessprecherin Alice Weidel hat Bundeskanzler Friedrich Merz scharf kritisiert. Angesichts des steigenden Drucks – auch aus dem eigenen Lager – hatte Merz im ARD-Sommerinterview die Wähler in Sachsen-Anhalt vor „erheblichen Schäden“ im Falle einer Regierungsübernahme der AfD gewarnt. Weidel warf Merz daraufhin vor, die wirtschaftliche Misere und Deindustrialisierung Deutschlands stärker vorangetrieben zu haben als jeder Bundeskanzler vor ihm. „Seine arroganten Drohgebärden in Richtung der mündigen Wähler in Sachsen-Anhalt zeigen: Die politische Elite in Berlin zittert vor dem Souverän und der von ihm ausgestellten Quittung für ihr Regierungsversagen“, erklärte die AfD-Bundessprecherin.Merz wisse, dass seine Zukunft und der Fortbestand der schwarz-roten Koalition vom Ausgang der Wahlen in Sachsen-Anhalt abhängen könnten, so Weidel weiter. Mit seiner „gescheiterten Brandmauer-Politik“ habe er die einzige verbliebene Oppositionskraft in Deutschland politisch ausgegrenzt und dadurch dringend notwendige Reformen verhindert – „auf Kosten von Wohlstand, Arbeitsplätzen und der inneren Sicherheit“.14:18 Uhr – Montag, 31. August„Sachsen-Anhalt darf kein Experimentierfeld werden“„Ich möchte nicht, dass meine Heimat Sachsen-Anhalt ein Experimentierfeld wird“, sagt Sven Schulze bei WELT mit Blick auf eine mögliche AfD-Regierung und appelliert an die Wähler: „Wenn ihr verhindern wollt, dass die AfD die absolute Mehrheit kriegt, dann ist die Unterstützung für Sven Schulze und für meine Partei genau der richtige Weg.“ Wie er selbst nach der Wahl plant, eine Regierung zu bilden, führte er nicht aus.Kurz vor der Wahl in Sachsen-Anhalt liegt CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze mit seiner Partei weit abgeschlagen hinter der AfD. Im Interview mit WELT-Chefredakteur Helge Fuhst erklärt er, wie er jetzt noch punkten will.14:05 Uhr – Montag, 31. AugustStrobl warnt CDU vor AfD: „Dann nicht mehr meine Partei“Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt fordert der frühere baden-württembergische Innenminister und heutige Landtagspräsident Thomas Strobl (CDU) eine scharfe Abgrenzung seiner Partei von der AfD. „Eine Zusammenarbeit mit der AfD im Bund und in den Ländern, egal ob Koalition, Kooperation oder Duldung, darf es nicht geben“, sagte er. Käme es dennoch dazu, „dann ist das nicht mehr meine Partei“, ergänzte er. Von einem möglichen Parteiaustritt spricht Strobl auch auf Nachfrage nicht.Nach Überzeugung Strobls darf es auch auf kommunaler Ebene keine gemeinsamen Anträge oder Absprachen der beiden Parteien geben. „Aber wenn es um Sachfragen geht, muss die CDU nicht allein deshalb gute sachbezogene Anträge zurückziehen, nur weil auch die AfD dafür stimmt“, sagte er. Andernfalls mache sich die CDU von der AfD abhängig.13:00 Uhr – Montag, 31. August„Eine Regierung mit den Linken kann es nicht geben“, sagt Michael KretschmerSachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hält eine Regierungsbildung mit der Linken nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt für ausgeschlossen. „Es ist völlig klar: Eine Regierung mit den Linken kann es nicht geben. Da sind die inhaltlichen Unterschiede so groß, so gewaltig. Das schließt sich aus“, sagte der CDU-Politiker im ZDF‑„Morgenmagazin“.Kretschmer führt in Sachsen selbst eine Minderheitsregierung. Seine Koalition bildet bei Entscheidungen im Parlament teils Mehrheiten mithilfe der Linken. Auch in Thüringen fehlt der regierungstragenden Koalition von Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) eine eigene Mehrheit im Landtag.nw/ceb