Der AfD-Politiker Hans-Thomas Tillschneider ist eine trübe Tasse. Wie trüb, kann man daran erkennen, dass ihn eine Tasse aus dem Konzept bringt. Eine Werbetasse der russischen Armee in seinem Wahlkampfbüro in Querfurt, die den Springer-Reportern Filip Piatov und Paul Ronzheimer auffiel. Zu blöd, dass die da ostentativ herumstand, als die beiden zum Dreh kamen, war es so für Ronzheimer doch ein Leichtes, nach Tillschneiders Verhältnis zu Russland zu fragen.Über die „blöde“ Tasse, die ihm irgendjemand mal irgendwann geschenkt habe, wollte Tillschneider nicht reden und räumte sie in den Schrank. Und was ist mit Russland, das er noch im Herbst 2022, nach dem Beginn des Angriffskriegs auf die Ukraine, besuchte und in dessen Eroberungsgebiet im Donbas er weiterreisen wollte? Russland sei weder Feind noch Freund, sagte Tillschneider, denn Staaten hätten „keine Freunde, Staaten haben Interessen“. Und nur um das deutsche Interesse gehe es ihm, in diesem Interesse liege ein partnerschaftliches Verhältnis zu Russland, der Krieg in der Ukraine sei nicht der unsere, und was die hybriden Angriffe des Kreml angehe, dazu könne er nichts sagen.Das entspricht ganz der AfD-Propaganda (identisch mit der von Sahra Wagenknecht und von Teilen der Linken), die die Unterwerfung unter das Diktat eines Gewaltherrschers, der in Europa Krieg führt, als nationales Interesse ausgibt.Das ließ also tief blicken, tiefer als dem nur scheinbar jovialen Tillschneider lieb war, weshalb er die Ausstrahlung des Interviews „aufgrund des impertinenten Verhaltens des Herrn Ronzheimer und seines Teams“ unterbinden wollte. Womit auch geklärt wäre, was der AfD-Mann von der Pressefreiheit hält. Die Szene ist in der Reportage natürlich enthalten, anschauen sollte sie sich jeder. Denn da sieht und hört man, was man mit der AfD an der Regierung bekäme.
Werbetasse des Kreml bringt AfD-Mann Tillschneider aus Konzept
Der AfD-Politiker Hans-Thomas Tillschneider hat im Wahlkreisbüro eine Werbetasse der russischen Armee stehen. Das ist nur scheinbar eine Lappalie. Deshalb wollte Tillschneider ein Interview auch gleich kassieren.










