(SZ) Natürlich gehört es sich gar nicht, einem Politiker zu bescheinigen: Der hat ja nicht alle Tassen im Schrank. So etwas macht man eigentlich nicht, selbst wenn es sich um Hans-Thomas Tillschneider handelt, den stellvertretenden Landeschef der AfD in Sachsen-Anhalt. Freilich, man tut Tillschneider wohl kein Unrecht mit der Annahme, zwischen ihm und die Wand ganz rechts passe kaum noch ein Blatt Papier, nicht einmal so dünnes wie jenes seiner Grundsatzschriften. Der Vize des regionalen AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund hat eine gewisse Bekanntheit erreicht durch eine Neigung zu, sehr freundlich ausgedrückt, wagnerianischen Sprachbildern, als er etwa den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz als „vom Teufel geschickt“ bezeichnete, Gott sei allein mit der AfD. Sich selbst nennt er gern „Drachentöter“. Kritischen Nachfragen entzieht sich der Siegfried vom Elbstrom gelegentlich durch jähe Flucht aus einem Interview.