Deutschland wird älter. Über 70-Jährige stellen rund ein Viertel aller Wahlberechtigten. Ihre Stimmen entscheiden Wahlen und haben enormes politisches Gewicht. Dennoch sind viele ältere Menschen auf Hilfe bei der Stimmabgabe angewiesen. Öffnet das Manipulationen Tür und Tor?
Wenn es nach dem AfD-Spitzenkandidaten in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, geht, schon. Erst kürzlich wandte sich Siegmund auf Social Media an Pflegekräfte in seinem Bundesland. „Es geht um die Briefwahl“, sagte er. „Wir alle wissen, dass in einigen Einrichtungen in der Vergangenheit nicht immer alles dem Zufall überlassen wurde.“ Dies dürfe sich nicht wiederholen, betonte Siegmund und rief Pflegekräfte auf, ihren Beitrag zu leisten, „dass hier nicht bei einem Bewohner die Hand gelenkt wird, damit er das Kreuz dort macht, wo er oder sie es gar nicht möchte.“ Belegen könne er das zwar nicht, trotzdem zeigte sich Siegmund besorgt, dass die Wahl weder fair noch demokratisch sei.
Mit seiner Aussage löste der AfD-Politiker eine Debatte auf Instagram und Co. aus. Viele Nutzer stimmten seinen Aussagen zu, andere zeigten sich empört. Siegmund würde das Vertrauen in die Demokratie untergraben, monierten sie. Die Debatte spaltet die Gemüter. Hat Siegmund recht?













