Tom Grambusch konnte es nach dem Triumph in der mit 10.000 Zuschauern fast ausverkauften Hockey-Arena im belgischen Wavre selbst kaum glauben. „Ich bin noch ein bisschen leer, muss ich sagen. Ich kann es noch nicht so richtig greifen, das kommt wahrscheinlich morgen früh“, sagte Grambusch nach der Partie.Nach dem WM-Triumph im Jahr 2023, Olympia-Silber 2024 und dem EM-Gold im Jahr 2025 feierte der 31-Jährige den nächsten großen Erfolg mit den deutschen Hockey-Herren. Das Team besiegte im Endspiel Spanien durch den umjubelten Treffer von Michel Struthoff (44. Minute) mit 1:0 (0:0) und gewann nach 2002, 2006 und 2023 zum vierten Mal WM-Gold. Mit dem Titel zog Deutschland mit Rekordsieger Pakistan gleich.

Grambusch steht als einer von neun verbliebenen WM-Siegern aus dem Jahr 2023 als Sinnbild für den erfolgreichen Umbruch bei den DHB-Herren. Der 31-Jährige hatte als Nachfolger seines Bruders Mats, der beim Finale in Wavre im Publikum saß, die Kapitänsbinde übernommen und das neugeformte deutsche Team direkt zum Titel geführt. „Tom weiß genau, was seine Stärken sind, was er kann und was er nicht kann“, sagte sein langjähriger Weggefährte Niklas Wellen nach der Partie bei MagentaSport. „Er zieht konsequent durch, was er kann.“