Zuletzt startete das Internet kollektiv den Versuch, das Jahr 2016 wieder aufleben zu lassen. Eine Zeit vor Corona, vor dem gefühlt nicht enden wollenden Stillstand, als nicht stille Selbstbeschränkung das Daseinsmotto junger Menschen war, sondern hemmungsloser Kontrollverlust. Der popkulturelle Konsens der 2010er war Chaos. Filme wie Project X und Spring Breakers lebten den Exzess vor, die Jugend zog in ihrem Tempo nach. Die Angst, etwas nicht zu tun, war größer als die, es zu tun. Zehn Jahre später scheinen junge Menschen vorsichtiger und sind nachweislich einsamer. Der Rückzug fordert seine Opfer, eines davon macht aktuell auf sich aufmerksam: Es wird kaum noch geknutscht.