Nvidia setzt seine Pläne für ein neues Geschäftsmodell vorerst nicht weiter um. Das Unternehmen wollte kleinere KI-Infrastrukturbetreiber finanziell unterstützen und im Gegenzug Umsatzbeteiligungen erhalten. Doch dieser Pakt mit Nvidia wäre mit weiteren Verpflichtungen für die Partner gekommen. Einigen Nvidia-Beschäftigten ging das wohl zu weit.
Der Hersteller von KI-Beschleunigern wollte seine massiven Finanzmittel offenbar nutzen, um die weltweit wachsenden Infrastrukturen für KI möglichst weitreichend mit seinen GPUs zu bestücken. Zwar sind die Chips dafür mehr als ausreichend gefragt – der Knackpunkt für potenzielle kleinere Käufer sind aber oft die Preise. Wer seine Rechenzentren damit ausstatten will, steht schnell vor Milliardeninvestitionen. Nvidia erkannte das Problem und startete ein besonderes Programm: Mehrjährige Partnerschaften, bei denen Kunden zunächst Nvidia-GPUs erwerben sollten – unterstützt mit einem Kredit von Nvidia. Die Partner sollten damit dann ihre Rechenzentren bauen, die Kapazität an ihre eigenen Kunden vermieten und dann über einen vorher festgelegten Zeitraum einen Teil ihres Umsatzes an Nvidia abgeben. Der GPU-Hersteller wollte auch das Risiko ausbleibender Kundschaft abfedern: Hätte sich sonst niemand gefunden, hätte er selbst besagte Rechenzentren gemietet.









