Finanzierungs-Akrobat: Nvidia CEO Jensen Huang treibt mit Hilfe von Karusselldeals, die er mit seinen Kunden abschließt, die Finanzierung von KI-Rechenzentren voran
Die Umsatz- und Gewinnentwicklung des US-Chipkonzerns Nvidia ist, um es vorsichtig zu sagen, grundsolide bis atemberaubend. Regelmäßig übertrifft das Unternehmen, das wie kein anderes vom weltweiten KI-Boom profitiert, mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen der Wall Street. Wenn das Unternehmen heute Abend nach US-Börsenschluss seine Zahlen für das zweite Quartal bekannt gibt, ist das kein schlichter Unternehmenstermin, sondern ein Wegweiser für die KI-Branche weltweit. Kein anderes Unternehmen hat einen so starken Einfluss auf die Entwicklung der Börsen weltweit wie der Chiphersteller aus Santa Clara.
Die Erwartungen der Investoren sind – wie immer – turmhoch. Und sie dürften erneut erfüllt oder gar übertroffen werden: Analysten rechnen damit, dass Nvidia seinen Umsatz im zweiten Quartal auf rund 92 Milliarden US-Dollar hochgeschraubt hat, fast doppelt so viel wie im zweiten Quartal des Vorjahres. Der Gewinn pro Aktie dürfte auf 2,10 Dollar gestiegen sein, so die Erwartung. Zudem erwartet die Wall Street, dass Nvidia-CEO Jensen Huang (63) für das laufende Quartal erstmals einen Umsatz von mehr als 100 Milliarden Dollar in Aussicht stellt. Bleibt Huang auch nur knapp unter diesen Kennzahlen, droht Nvidia ein Kursgewitter.








