Viel weniger Geld soll aus dem Bundeshaushalt an die EU fließen als an die Nato. Die Sparpläne der „Geizigen“ sind Gift für das europäische Bündnis.
Will weniger zahlen und trotzdem den Ton angeben: Bundeskanzler Friedrich Merz in Brüssel
Omar Havana/ap/dpa
B undeskanzler Friedrich Merz hat sich für den Herbst viel vorgenommen. Er will nicht nur Deutschland reformieren, sondern auch die EU neu aufstellen. Unabhängiger, wettbewerbsfähiger und sogar kriegstauglich soll die EU werden – unter deutscher Führung. Doch sein Vorstoß zum künftigen EU-Budget passt nicht zu den hochfliegenden Ambitionen.
Um mehrere hundert Milliarden Euro müsse der Vorschlag der EU-Kommission für die Jahre 2028-34 gekürzt werden, so Merz nach einem Treffen mehrerer Nettozahler in Berlin. Der „Gipfel der Geizigen“ verlangt massive Einschnitte. Überraschend kommt das nicht. Deutschland hat sich immer wieder auf die Seite der Sparsamen geschlagen. Doch wer führen will, sollte auch bereit sein, dafür zahlen. Merz hat das wohl vergessen.













