Ute Bonde (CDU) will den Bezirken das Aufstellen von Pollern verbieten. Oder sie gar wieder abräumen. Dabei zwingen sie Autofahrer, die Regeln einzuhalten.
Schlank und schön dank funktionaler Ästhetik: Poller auf der Tucholskystraße in Berlin-Mitte
Gereon Asmuth
I hr Name ist Bonde, Ute Bonde. Und die Berliner Verkehrssenatorin schießt sich ein auf Fußgänger und Radfahrerinnen, als wäre sie im Auftrag einer geheimen Majestät unterwegs. Radwege werden nicht neu- oder gar zurückgebaut. Bäume sollen für Autospuren in der Innenstadt weichen. Und als Neuestes nimmt die CDU-Politikerin die Poller der Stadt ins Visier – mit ihrer gerade bekannt gewordenen „Verwaltungsvorschrift zur Verkehrsberuhigung“, deren Titel schon purer Hohn ist.
Poller will Bonde, wenn überhaupt, nur noch als letztes Mittel aufstellen lassen. Wenn die bösen, weil ökogrün geführten Bezirke das anders sehen, will die Senatorin ihnen einen Poller – äh, Riegel – vorschieben dürfen. Und selbst aufgestellte Poller will sie quasi persönlich wegschießen können.






