Für die einen ist es ein Poller. Für die anderen die Frage, ob ihr Geschäft überhaupt noch funktionieren kann. In der Berliner Europacity entzündet sich derzeit Streit an einem Vorstoß der SPD-Fraktion in Mitte. Sie will prüfen lassen, ob eine Zufahrt zum Otto-Weidt-Platz mit einem klappbaren Poller gesichert werden kann. Gewerbetreibende warnen vor massiven Folgen und fragen, warum ausgerechnet nur eine von zwei nahezu identischen Zufahrten betroffen sein soll.
Ergänzend ist ein totales Einfahrverbot mit Ausnahmen für Lieferverkehr, Einsatzfahrzeuge und Radfahrer vorgesehen. Die SPD Berlin-Mitte begründet dies mit regelmäßigen Verstößen gegen die bestehende Fußgängerzone. Besucher angrenzender Gastronomiebetriebe würden den Bereich widerrechtlich befahren und dort parken.
Die Betroffenen befürchten erhebliche Folgen für ihre Betriebe oder den Interessensverlust der Mieter, dort noch zu leben, wenn die BVV-Beschlussempfehlung „Mehr Kiez in der Europacity – Für eine sichere Fußgängerzone auf dem Otto-Weidt-Platz“ Erfolg hat.
„Wir profitieren von der Fußgängerzone“
Dabei kommt die Kritik nicht von grundsätzlichen Gegnern der Verkehrsberuhigung. Im Gegenteil. „Wir profitieren auch wie die anderen Gewerbetreibenden von der Fußgängerzone, weil es einfach eine Verkehrsberuhigung ist“, sagt Markus Held, Manager der Postfiliale am Otto-Weidt-Platz, der die Betreiberfamilie vertritt. Gerade am Wochenende würden Menschen dort flanieren, ein Getränk kaufen.








