Irgendwann im August hat man den Aperol Spritz einfach zu oft gesehen. Wer wissen will, was stattdessen noch so ins Glas kommt, schaut am besten hinter die Tresen der besten Bars Europas. Dort entstehen Ideen, die Monate später auf Barkarten rund um den Kontinent auftauchen. Preisgekrönte Bartender experimentieren mit neuen Zutaten, interpretieren Klassiker neu und entscheiden oft mit, wohin sich die Cocktailwelt bewegt.
Also haben wir genau dort nachgefragt. In Berlin, Wien, Zürich, Mailand, Florenz und Lissabon wollten wir wissen: Welche Drinks laufen diesen Sommer besonders gut? Welche Entwicklungen beobachten die Barkeeper? Das Ergebnis überrascht: Obwohl jede Bar ihren eigenen Stil pflegt, zeichnen sich europaweit erstaunlich ähnliche Tendenzen ab.
Nichts gegen einen Hugo, Tinto de verano oder eine der zahlreichen neuen Spritz-Variationen mit Limoncello, Sarti Rosa, Suze und so weiter. Doch jetzt, wo der Sommer bald an sein Ende kommt und Sie sich bereits durch die Klassiker getrunken haben, könnten Sie vielleicht etwas Neues ausprobieren – zum Beispiel einen dieser sieben Cocktails, deren Rezepte die angefragten Bars dem ZEITmagazin zur Verfügung gestellt haben.
Green Door Bar, Berlin: Hemingway Highball Eine der bekanntesten und mehrfach ausgezeichneten Adressen in Deutschland ist die Green Door Bar in Berlin. Also haben wir bei Bartenderin Maria Gorbatschova nachgefragt, was diesen Sommer getrunken wurde. Sie sagt, unkomplizierte Drinks seien momentan besonders gefragt: »Der Trend geht einerseits zu Dry Martinis, da verkaufen wir so viele wie noch nie, vielleicht weil er zuckerfrei ist.«






