PfadnavigationHomePolitikDeutschlandWahlkampf Sachsen-Anhalt„Millionen müssen dieses Land verlassen“ – AfD-Nachwuchs fordert Rückführung zugewanderter MenschenStand: 14:32 UhrLesedauer: 2 MinutenPolitikwissenschaftler Volker Kronenberg sieht die AfD in Sachsen-Anhalt klar auf Erfolgskurs. Ein wirklicher Wahlsieg wäre für die Partei aber erst die absolute Mehrheit und damit die Möglichkeit, erstmals eine Landesregierung zu stellen.Eine Woche vor der Wahl in Sachsen-Anhalt ruft AfD-Landeschef Martin Reichardt zum „Kampf gegen verkommene linke Zustände“ auf. Der AfD-Nachwuchs jubelt – und fordert auf dem Bundeskongress in Magdeburg eine „millionenfache Remigration“.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenEine Woche vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die AfD-Nachwuchsorganisation Generation Deutschland auf ihrem Bundeskongress in Magdeburg massenhafte „Remigration“ gefordert und politische Gegner angegriffen.Der Vorsitzende der Organisation, Jean-Pascal Hohm, verlangte die „millionenfache Rückführung“ von zugewanderten Menschen aus Deutschland. „Millionen sind gegen unseren Willen, gegen Recht und Gesetz, gegen jede Vernunft in dieses Land gekommen“, sagte Hohm vor den Delegierten. „Millionen müssen dieses Land wieder verlassen.“Zur Begründung führte Hohm eine völkisch geprägte Argumentation an. „Deutschland muss das Land der Deutschen bleiben, dieser Grundsatz ist nicht verhandelbar“, sagte er. Die AfD sei „Ausdruck des Lebenswillens unseres Volkes“.Lesen Sie auchAuch der AfD-Europaabgeordnete René Aust warb für eine deutlich verschärfte Migrationspolitik. Notwendig sei nicht nur „Remigration, sondern europaweite Remigration“. Zudem müsse Europa zu einer „Festung Europa“ ausgebaut werden.Der Begriff „Remigration“ wird von Rechtsextremisten für die massenhafte Ausweisung von Menschen mit Migrationshintergrund verwendet. Nach Angaben des Bundesamtes für Verfassungsschutz zielt das Konzept auf ethnisch definierte Gesellschaften und die Ausweisung sogenannter „Volksfremder“ ab.Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte AfD-Landeschef Martin Reichardt, dessen Partei bei der bevorstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt laut Umfragen bei rund 40 Prozent liegt. In seiner Rede sprach er von einer bevorstehenden politischen Wende. Mit Blick auf den Wahltag am 6. September sagte Reichardt: „Dann holen wir uns unser Deutschland zurück.“Zugleich überzog der Bundestagsabgeordnete politische Gegner mit teils drastischen Beschimpfungen. Er sprach von „verkommenen linken Zuständen“ und erklärte, der „verlotterten Linken“ müsse das „Sorgerecht für Deutschland“ entzogen werden. Reichardt erhob zudem heftige Vorwürfe gegen öffentlich-rechtliche Medien und die Friedrich-Ebert-Stiftung.Die Generation Deutschland war im November 2025 als Nachfolgeorganisation der Jungen Alternative gegründet worden. Die frühere AfD-Jugendorganisation hatte sich aufgelöst, nachdem sie vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft worden war. Auch die neue Organisation wird von den Sicherheitsbehörden beobachtet.Das Bundesamt für Verfassungsschutz sieht nach eigenen Angaben eine „programmatische und personelle Kontinuität“ zwischen der Jungen Alternative und der Generation Deutschland.AFP/jm
Wahlkampf Sachsen-Anhalt: „Millionen müssen dieses Land verlassen“ – AfD-Nachwuchs fordert Rückführung zugewanderter Menschen - WELT
Eine Woche vor der Wahl in Sachsen-Anhalt ruft AfD-Landeschef Martin Reichardt zum „Kampf gegen verkommene linke Zustände“ auf. Der AfD-Nachwuchs jubelt – und fordert auf dem Bundeskongress in Magdeburg eine „millionenfache Remigration“.










