Zahl der Toten nach russischem Angriff in Region Kiew steigt auf 37Die Zahl der Toten nach einem russischen Drohnenangriff und einer dadurch ausgelösten Explosion eines Lagerhauses in der Region Kiew ist nach ukrainischen Angaben auf 37 gestiegen. Dutzende Menschen wurden den Behörden zufolge zudem verletzt und Hunderte in Sicherheit gebracht. Mehrere Gebäude, darunter Wohnhäuser, seien durch die Detonation beschädigt worden. Der Angriff richtete sich gegen ein Logistikzentrum in der Nähe der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb auf Telegram: „Es gibt erhebliche Schäden an der umliegenden Infrastruktur: Wohnhäuser sowie ein Senioren- und Behindertenheim wurden beschädigt“. Nach Behördenangaben ereignete sich der Drohnenangriff am Freitagabend in dem Dorf Myla im Bezirk Butscha. In der Folge sei ein Feuer ausgebrochen, es habe mehrere Explosionen gegeben, erklärte der Gouverneur Tymur Tkatschenko.Nach dem Angriff in Myla leitete die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts ein, dass auf dem Gelände illegal explosives Material gelagert worden sei. Auch werde geprüft, ob das Unternehmen alle „notwendigen Genehmigungen“ gehabt habe, hieß es. Medien: Maßnahmen gegen Russland nach Vorfall in Leipzig geplantDie Bundesregierung plant Berichten zufolge in den kommenden Tagen, Russland für den versuchten Sprengstoffdrohnen-Anschlag in Leipzig verantwortlich zu machen und „umfangreiche“ Maßnahmen anzukündigen. Es soll sich um eine Kombination direkter Maßnahmen Deutschlands und neuer EU-Sanktionen handeln, die parallel in Brüssel vorbereitet werden, wie die „Welt am Sonntag“ und „Politico“ am Samstag berichteten. Die Ankündigung sei für Anfang nächster Woche geplant, parallel zum EU-Außenministertreffen in Irland am Dienstag, könnte aber je nach Entscheidung von Bundeskanzler Friedrich Merz auch noch vorgezogen werden. Ein Regierungssprecher wollte die Informationen dem Bericht zufolge weder bestätigen noch dementieren Tusk warnt vor Eskalation durch RusslandPolens Regierungschef Donald Tusk hat davor gewarnt, dass Russland den Krieg in der Ukraine ausweiten und die NATO provozieren könnte. „Wie ich bereits gewarnt habe, schreitet die Eskalation vonseiten Russlands voran“, schrieb Tusk auf der Online-Plattform X nach einem Gespräch mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte. Die nächsten sechs Monate würden entscheidend sein. „Wir dürfen Provokationen Russlands gegenüber einem der NATO-Mitglieder nicht ausschließen.“Am Mittwoch hatte eine Visite von CIA-Chef John Ratcliffe nach Moskau weltweit Spekulationen ausgelöst. In US-Medien hieß es, dass Ratcliffe Russland vor einer Attacke auf einen der NATO-Staaten gewarnt haben soll. Angesprochen auf die Berichte, dementierte der Kreml.IAEA: Stromversorgung des AKW Saporischschja prekärDie Stromversorgung des von Russland besetzten ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja (ZNPP) ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) weiter sehr prekär. Das AKW sei nun seit mehr als einer Woche ohne Strom von außen und auf Notfall-Dieselgeneratoren angewiesen, teilte IAEA-Chef Rafael Grossi mit.Vorübergehend habe der Diesel-Vorrat nur noch für zehn Tage gereicht, bevor gestern und vorgestern mehrere Dutzend Tonnen Diesel von außerhalb des Geländes geliefert worden seien, hieß es.„Die aktuelle Situation verdeutlicht erneut, warum eine zuverlässige externe Stromversorgung und sichere Versorgungswege für die nukleare Sicherheit und Sicherung unerlässlich sind“, sagte Grossi. Ohne die Wiederherstellung der externen Stromversorgung oder zusätzliche Lieferung von Diesel in naher Zukunft könnte dem Kraftwerk innerhalb von etwa zehn Tagen ein vollständiger Stromausfall drohen. Die IAEA arbeite daran, eine Zone für einen örtlich begrenzten Waffenstillstand zu etablieren, um Reparaturen an einer wichtigen Stromleitung zu ermöglichen, hieß es. Bei Erfolg würden diese Reparaturen die externe Stromversorgung des Kernkraftwerks wieder herstellen. Vanessa AngermannRussland meldet sieben Verletzte bei ukrainischem Angriff auf RostowIm südrussischen Gebiet Rostow sind nach Angaben der dortigen Behörden mindestens sieben Menschen bei einer Welle ukrainischer Luftangriffe verletzt worden. Zwei Kinder seien ins Krankenhaus gebracht worden, eines mit sehr schweren Verletzungen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Gouverneur Jury Sljusar. In der Hafenstadt Rostow am Don wurden demnach zwei Wohnblöcke durch herabstürzende Drohnentrümmer beschädigt. Ukrainischen Medienberichten zufolge soll auch das Warenlager eines Elektronikhändlers in Flammen aufgegangen sein. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.Vanessa AngermannGroßbrand und Explosionen nach russischem Drohnenangriff in Vorort von KiewEine russische Drohne hat in einem Vorort der ukrainischen Hauptstadt Kiew einen Großbrand und Explosionen verursacht und zahlreiche Menschen zur Flucht gezwungen. Der Drohnenangriff habe sich am Freitagabend um kurz nach 20.00 Uhr (Ortszeit, 19.00 Uhr MESZ) in dem Dorf Myla im Bezirk Butscha ereignet, teilte die zuständige Staatsanwaltschaft mit. In der Folge sei ein Feuer ausgebrochen, „begleitet von Explosionen“, erklärte der Chef der regionalen Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, im Onlinedienst Telegram. Deswegen seien bereits mehr als 200 Menschen in Sicherheit gebracht worden, darunter Kinder. Laut Tkatschenko gab es bei dem Vorfall mindestens sechs Verletzte.Robert DikomeitItalien: Ukrainischer Ex-Verteidigungsminister Fedorow wird BeraterDer ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow wird Berater für militärische Innovationen im italienischen Verteidigungsministerium. Dies teilt das Ministerium in Rom mit. Der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto hatte dem Ukrainer den Posten nach dessen Entlassung im Juli angeboten. Fedorow erklärt auf der Plattform X, er wolle Italien bei der Einführung moderner Kriegstechnologien unterstützen und den Verteidigungssektor stärken. Der 35-Jährige war in seiner Heimat nach Konflikten mit der Militärführung und politischen Rivalen über Reformen bei der Beschaffung und Mobilisierung entlassen worden. Robert DikomeitSelenskyj: USA haben Kiew über Treffen in Moskau informiertDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eigenen Angaben zufolge von den USA Informationen über einige Treffen in Moskau erhalten. „Heute haben wir von der amerikanischen Seite Informationen über die Treffen in Moskau erhalten, die in diesen Tagen stattgefunden haben“, erklärt Selenskyj auf Telegram. Es habe dort mehrere Gespräche gegeben, ergänzt er, ohne Einzelheiten zu den Teilnehmern zu nennen. Selenskyj danke für die Informationen und den „notwendigen Ton“ des Gesprächs mit Russland. Die Zeitung „Wall Street Journal“ hatte am Mittwoch berichtet, dass CIA-Direktor John Ratcliffe nach Moskau gereist sei, um Russland vor einem Angriff auf ein Nato-Mitglied zu warnen. Der Kreml wies den Bericht zurück, während US-Präsident Donald Trump erklärte, der russische Präsident Wladimir Putin werde keinen Angriff auf ein Nato-Land befehlen. Selenskyj: Militär soll Drohnenangriffe auf Russland mehr als verdreifachenDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Moskau mit einer Intensivierung der Drohnenschläge im russischen Hinterland gedroht. „Die Aufgabe lautet: täglich 1.000 Drohnen für Langstreckenangriffe gegen Russland. Derzeit führen wir durchschnittlich über 300 solcher Langstreckenangriffe aus - das muss mehr werden“, sagte Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. Die Ukraine müsse den Einsatz von Waffen zur Abwehr russischer Angriffe maximieren, betonte er.Mit den Angriffen etwa auf Ölraffinerien, Logistikzentren und militärische Ziele hat Kiew die Kosten für Moskaus Krieg in die Höhe getrieben. Kremlchef Wladimir Putin hatte wirtschaftliche Schäden zwar eingeräumt, sie aber als nicht kritisch heruntergespielt. Putin wiederum drohte der Ukraine mit Attacken, die weitaus mehr Zerstörungen anrichteten als umgekehrt.Dagegen sagte Selenskyj, dass Kiew auf Moskaus „Terroreskalation“ antworten werde. Zugleich müsse die Ukraine die Produktion von Abfangraketen speziell gegen Russlands Drohnen deutlich beschleunigen, sagte er. Der ukrainische Staatschef hatte immer wieder erklärt, dass es praktisch Ziel Kiews sei, Moskau verhandlungsreif zu schießen.Ukraine: Lebensmittellager durch Angriffe zu 90 Prozent zerstört Russische Angriffe auf Lebensmittellager in der Ukraine haben dem ukrainischen Landwirtschaftsminister zufolge die Lagerkapazität fast vollständig zerstört. „Bis heute sind rund 90 Prozent der vom Einzelhandel betriebenen Lebensmittelversorgungsketten unterbrochen, aber das bedeutet nicht, dass die Ukrainer ohne Lebensmittel dastehen werden“, zitierte die Nachrichtenagentur Ukrinform Taras Wysozkij. Verschiedene Versorgungsmöglichkeiten würden in Betracht gezogen, darunter direkte Lieferungen von den Produktionsstätten an die Einzelhandelsketten. UN: Mehr als 3.000 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen in der UkraineSeit Beginn des russischen Angriffskriegs vor viereinhalb Jahren haben die Vereinten Nationen nach eigenen Angaben in der Ukraine 3.205 Angriffe auf Krankenhäuser, Ambulanzen und andere Gesundheitseinrichtungen gezählt. Im Juli und August dieses Jahres seien bei Attacken auf Lagerhäuser in Kiew und Dnipro medizinische Vorräte für 225.000 Menschen zerstört worden, teilte die Weltgesundheitsorganisation am Freitag in Genf mit. Ausmaß und Häufigkeit der Angriffe setzten Patienten und Gesundheitspersonal einer ständigen Gefahr aus. Nach dem humanitären Völkerrecht müssten Verwundete und Kranke, medizinisches Personal, Gesundheitseinrichtungen und Transportmittel respektiert und geschützt werden.Ukraine will alle Wildberries-Lager zerstörenDie Ukraine will dem Kommandeur ihrer Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, zufolge ihre Angriffe auf den russischen Online-Händler Wildberries verstärken und alle seine Lager ins Visier nehmen. Bisher hätten seine Einheiten mithilfe von Langstreckendrohnen 24 Lager des „russischen Amazons“ getroffen, sagte Browdi dem „Tagesspiegel“. „Wir werden auch die restlichen Lager zerstören. Wildberries wird künftig nicht mehr in Russland arbeiten können“, fügte er hinzu. Er begründete die Angriffe damit, dass der Online-Händler militärische Ausrüstung für russische Soldaten verkaufe. „Als Armeeversorger sind sie ein legitimes Ziel“, sagte Browdi. Selenskyj: Haben Flugzeug auf russischem Stützpunkt angegriffenDie Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge einen russischen Langstreckenbomber des Typs Tu-95MS auf dem Militärstützpunkt Engels angegriffen. „Das sind die Flugzeuge, die Angriffe gegen die Ukraine fliegen“, erklärte Selenskyj auf X. Der Angriff sei von der Alpha-Einheit des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU durchgeführt worden.Tote und Verletzte bei Drohnenangriffen in Russland und der UkraineBei ukrainischen Drohnenangriffen ist in der zentralrussischen Region Jaroslawl mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Weitere 27 seien unter anderem durch herabstürzende Drohnentrümmer verletzt worden, teilte der Gouverneur des Gebiets, Michail Jewrajew, bei Telegram mit. Die Einsatzkräfte hätten mehrere Brände unverzüglich gelöscht. Insgesamt wurden demnach 67 ukrainische Drohnen abgeschossen. Der ukrainische Generalstab bestätigte die Drohnenangriffe in einer auf sozialen Netzwerken veröffentlichten Mitteilung. Ziel war demnach eine Ölraffinerie des Unternehmens „Slavneft“, auf deren Betriebsgelände ein Brand ausbrach. Jaroslawl liegt nordöstlich der russischen Hauptstadt Moskau und ist etwa 700 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.Bei russischen Drohnenangriffen starb nach Behördenangaben im Landkreis Butscha bei Kiew mindestens ein Mensch. Im Kiewer Umland seien zudem zwei weitere Zivilisten verletzt worden, teilte der Gouverneur des Gebiets, Tymur Tkatschenko, bei Telegram mit. Ziel russischer Angriffe waren demnach Lagerhallen. Beschädigt worden seien auch mehr als ein Dutzend Wohnhäuser.Ukraine dankbar für Dringen auf Verwendung von russischem Vermögen Die Ukraine ist ihrem Außenminister Andrij Sybiha zufolge den vier EU-Mitgliedstaaten dankbar für ihre Initiative, die Debatte über die Verwendung eingefrorener russischer Vermögenswerte für die Ukraine wieder aufzunehmen. „Es ist nur fair und logisch, russische Vermögenswerte anstelle von Steuergeldern der europäischen Bürger zu verwenden, um die zusätzlichen Kosten für die Verteidigung der Ukraine und des restlichen Europas vor der russischen Bedrohung zu decken“, erklärt Sybiha auf X. Die vier Staaten, die eine Wiederaufnahme der Debatte vorgeschlagen haben, sind die Niederlande, Polen, Spanien und Schweden. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine-Liveticker: Zahl der Toten nach russischem Angriff in Region Kiew steigt auf 37 | FAZ
Mehr als 380 Menschen in Sicherheit gebracht +++ Selenskyj: Militär soll Drohnenangriffe auf Russland mehr als verdreifachen +++ Selenskyj lobt „notwendigen Ton“ der USA gegenüber Russland +++ Neuigkeiten im Liveblog











