Hinter dem Mitte August bekannt gewordenen Cyberangriff auf die Berliner Senatsverwaltung steckt offenbar die bekannte Ransomware-Gruppe „Rhysida“. Sie verlangt von Berlin 30 Bitcoin, derzeit umgerechnet gut zwei Millionen Euro. Wenn das Bundesland nicht zahlt, sollen die umfangreichen Datensätze von 5,8 Terabyte Umfang veröffentlicht werden.
Wie der Spiegel am Freitagabend berichtete, hätten Sicherheitskreise dem Medium bestätigt, dass es sich bei den Erpressern um Rhysida handelt. Die Kriminellen sind seit Jahren aktiv und gewannen 2023 große Aufmerksamkeit, als sie die Britische Nationalbibliothek angriffen. In diesem Jahr attackierte die Bande die Stadt Stuttgart. Das Schema ist immer gleich: Daten werden ausgeleitet, darauf folgt der Erpressungsversuch.
Berlin will jedoch nicht zahlen. Bereits vor der Veröffentlichung des Spiegel-Berichts fand am Freitag eine Sondersitzung des Berliner Senats statt, nach welcher der Regierende Bürgermeister Kai Wegner der Deutschen Presse Agentur (dpa) sagte: „Das Land Berlin wird sich nicht erpressen lassen.“ Die Stadt sei „Opfer einer schweren Straftat“ geworden, so der CDU-Politiker weiter. Womit Berlin erpresst wird, wollte Wegner nicht näher ausführen. Es könne sich aber auch um personenbezogene Daten handeln, so der Regierende.











