Sascha Gläser will für die AfD in den Schweriner Landtag, kandidiert als Direktkandidat in der Hansestadt Rostock. Doch nun kommt heraus, dass der heute 42-Jährige aus dem AfD-Kreisverband Rostock 2012 eine schwere Straftat begangen hatte und dafür rechtskräftig verurteilt wurde - laut Urteil des Amtsgerichts Duisburg vom 20. März 2013 zu zwei Jahren und sechs Monaten Freiheitsstrafe wegen schwerer räuberischer Erpressung. Er hat die Tat nun sogar selbst bestätigt, sowohl gegenüber dem AfD-Landesvorstand als auch dem Rostocker Kreisvorstand.
Nach übereinstimmenden Berichten von Nordkurier und Ostsee-Zeitung überfiel Gläser vor 14 Jahren eine Bank in Duisburg und erbeutete dabei unter Einsatz einer Schusswaffe Geld. „Ja, ich habe eine Straftat begangen und wurde dafür rechtskräftig verurteilt“, erklärte Gläser. Die Tat sei Teil seiner Biografie, die er weder leugne noch bagatellisiere. Er bezeichnete den Überfall als „größten Fehler“ seines Lebens. Über seine damaligen Beweggründe sagte Gläser, dass er radikal aus seinem Umfeld ausbrechen wollte.
Nach seiner Darstellung hat er sein Leben anschließend neu geordnet und sich beruflich stabilisiert. Auf seiner Kandidatenseite, die inzwischen offline ist, beschreibt er sich als ausgebildeten Informationselektroniker, langjährigen Teamleiter und IHK-Ausbilder. Nach eigenen Angaben arbeitet er seit zwölf Jahren in leitender Funktion.










