Die Hoffnung der KleinenEine neue Umfrage sorgt bei vielen Demokraten für ein leises, vorsichtiges Aufatmen: In der jüngsten Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen liegt die AfD in Sachsen-Anhalt bei 40 Prozent. »Nur«, muss man sagen, denn natürlich ist das immer noch ein gruselig-hoher Wert für eine rechtsextreme Partei. Aber andere Institute sahen die AfD zuletzt näher an der absoluten Mehrheit.
Wahlplakate in Sachsen-Anhalt: Anti-AfD-Effekt?
Doch noch etwas ist an den Zahlen interessant. Sowohl die verzwergte SPD als auch die Grünen stehen hier mehr oder weniger deutlich über der Fünfprozenthürde. Das AfD-freundlichere BSW wäre dagegen draußen. Ist das schon der Anti-AfD-Effekt?Die Situation ist ungewöhnlich: SPD und Grüne kämpfen um den Einzug ins Parlament. Doch genau diese prekäre Lage soll ihnen im Wahlkampfendspurt helfen – indem sich möglichst viele AfD-Gegner hinter ihnen versammeln. Denn Stand jetzt braucht die Union beide Parteien, um eine Koalition gegen die AfD von Ulrich Siegmund zu schmieden. (Mit unserem Rechner können sie verschiedene Regierungsvarianten testen. )
Für die CDU ist all das ziemlich heikel. Zumal sie auch in diesem Dreierbündnis noch auf eine Tolerierung der Linken angewiesen ist. Ein Szenario, das für die Christdemokraten zur Zerreißprobe werden dürfte. Doch die Parteien der Mitte hätten zumindest eine Option.















