PfadnavigationHomePolitikDeutschlandForsa-ErhebungAfD erreicht in Umfrage Rekordwert – Schwarz-Rot auf neuem TiefpunktVeröffentlicht am 12.08.2025Lesedauer: 4 MinutenEine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt ein ernüchterndes Bild für die schwarz-rote Bundesregierung: Union und SPD erreichen im RTL/ntv-Trendbarometer zusammen nur noch 37 Prozent. Merz-Biografin Sarah Sievert analysiert die Gründe dafür.Paukenschlag bei der Sonntagsfrage: Die Union verliert, die AfD legt zu und liegt mit zwei Punkten vor CDU/CSU. Schwarz-Rot kommt nur noch auf 37 Prozent. Die Grünen sind mittlerweile mit der SPD auf Augenhöhe.Eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt ein ernüchterndes Bild für die schwarz-rote Bundesregierung: Union und SPD erreichen im RTL/ntv-Trendbarometer zusammen nur noch 37 Prozent. Das ist ein neuer Tiefpunkt für die Koalition. Während die SPD mit 13 Prozent den Wert aus der Vorwoche hält, verlieren CDU/CSU einen Prozentpunkt und kommen nur noch auf 24 Prozent – der niedrigste Wert seit Ende April. Die AfD hingegen kann einen Prozentpunkt zulegen und kommt wieder auf ihren Rekordwert von 26 Prozent. Den hatte die Partei in dieser Umfrage erstmalig im April erreicht. Die Partei liegt damit zwei Prozentpunkte vor der Union.Lesen Sie auchDie SPD liegt gleichauf mit den Grünen, die um einen Punkt auf 13 Prozent zulegen. Das ist der beste Wert der Partei seit der Bundestagswahl. Die Linke fällt auf elf Prozent (minus ein Punkt). FDP (3 Prozent), BSW (4 Prozent) sowie sonstige Parteien (6 Prozent) bleiben unverändert. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen steigt auf 25 Prozent – deutlich mehr als bei der Bundestagswahl 2021 (17,9 Prozent).Auch die Zustimmung zu Bundeskanzler Friedrich Merz fällt auf einen Tiefpunkt. Nur 29 Prozent der Befragten sind zufrieden mit der Arbeit des CDU-Politikers – drei Prozentpunkte weniger als in der vorherigen Umfrage. Es ist der schlechteste Wert seit seiner Wahl zum Kanzler im Mai. Die Unzufriedenheit mit Merz stieg dementsprechend um drei Punkte auf 67 Prozent.Zwar ist eine Mehrheit der Anhänger von CDU und CSU noch immer zufrieden mit dem Kanzler – aber mit abnehmender Tendenz. Die Zufriedenheit sank dort im Vergleich zur Vorwoche von 76 auf 72 Prozent. Unter den SPD-Anhängern sind 60 Prozent nicht zufrieden mit Merz, unter den Anhängern der AfD sind es sogar 95 Prozent.Aus der Umfrage geht zudem hervor, wie gering das Vertrauen der Deutschen in die Politik ist. 19 Prozent trauen der Union zu, mit den Problemen im Land fertig werden zu können. 12 Prozent trauen dies der AfD, 7 Prozent der SPD zu – beide legen um je einen Punkt zu. Je 5 Prozent halten die Grünen beziehungsweise die Linke für kompetent. Die Hälfte der Deutschen traut keiner Partei politische Kompetenz zu.Mit einer Verbesserung der Wirtschaftslage rechnen nur noch 14 Prozent der Bürger – vier Punkte weniger als vor einer Woche. Es ist der bislang niedrigste ermittelte Wert in diesem Jahr. Deutlich mehr Menschen – nämlich 62 Prozent – rechnen mit einer Verschlechterung. 22 Prozent erwarten keine Veränderung der wirtschaftlichen Lage.Auch die Zukunft der schwarz-roten Koalition sehen die Deutschen nicht gerade positiv: Nur etwas mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) geht davon aus, dass das Bündnis bis zum Ende der Legislaturperiode im Frühjahr 2029 halten wird. 43 Prozent glauben hingegen an ein vorzeitiges Zerbrechen der Koalition – ein Schicksal, das die Ampel-Koalition im vergangenen Jahr getroffen hat.Ampel nach 100 Tagen um 15 Prozentpunkte beliebterDie Ampel hatte rund 100 Tage nach ihrem Amtsantritt deutlich bessere Umfragewerte als die aktuelle Koalition. Im März 2022 kamen SPD, Grüne und FDP in einer Forsa-Umfrage zusammen auf 52 Prozent. Die Union wurde zwar stärkste Kraft, lag mit 26 Prozent aber nur einen Punkt vor der SPD. Lediglich 9 Prozent der Befragten favorisierten die AfD.Laut dem ZDF-Politbarometer waren 75 Prozent der Bürger damals der Ansicht, die Regierung leiste gute Arbeit. 73 Prozent bescheinigten dem damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), dass er seine Sache gut mache. Kurz zuvor hatte Russland die Ukraine überfallen und Scholz in seiner „Zeitenwende“-Rede für die Unterstützung des angegriffenen Landes geworben.Die Daten des RTL/ntv-Trendbarometers wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 5. August bis zum 11. August erhoben. Datenbasis: 2505 Befragte, statistische Fehlertoleranz: plus/minus 2,5 Prozentpunkte. Die Daten zu Meinungen zum Fortbestand der schwarz-roten Regierungskoalition wurden zwischen dem 8. August bis zum 11. August erhoben. Datenbasis: 1001 Befragte. Fehlertoleranz: plus/minus 3 Prozentpunkte.rct/gub